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Die Begegnung des Menschen mit Gott, den Jesus Christus verkündigt hat, ist die Grundaufgabe der katholischen Kirche.

Die Beziehung dieses Vatergottes zum Menschen wird ins Zentrum gestellt, so dass der Mensch sich davon tragen lassen und dadurch in seinem Christsein weiter entwickeln kann.

Den Aufbruch, den unsere katholische Kirche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa braucht, ist ein Aufbruch der Leidenschaft, einer Leidenschaft für Gott.

Wenn der Glaube an Christus verfälscht und mit den Zielsetzungen dieser Welt vermengt wird, dann geht auch der Sinn des Christentums verloren.

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Seelsorge darf nicht instrumentalisiert werden: Die Not wiederverheirateter Geschiedener als Krisenindikator einer nachlässigen Verkündigung - von Pfarrer Hendrick Jolie.

 


Erfahren sie hier Grundlagen zur katholischen Kirche. Mit der Taste F5 können sie weitere Informationen abrufen. Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May

Die zwei Gewal­ten in Staat und Kir­che

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Zwei Gewal­ten auf Erden hat Gott die Sorge um das Men­schen­ge­schlecht anver­traut, der staat­li­chen Gewalt und der kirch­li­chen Gewalt. Beide Gewal­ten haben ihren Ursprung in Gott. Chris­tus hat die Kir­che gestif­tet, und Gott hat die Not­wen­dig­keit einer Auto­ri­tät in der Gesell­schaft in die mensch­li­che Natur hin­ein­ge­legt und damit zumin­dest mit­tel­bar die staat­li­che Gewalt begrün­det.

Vom Ursprung der staat­li­chen Gewalt ist die jewei­lige Über­tra­gung zu unter­schei­den. Bei der Über­tra­gung wir­ken die Men­schen mit. Sie wäh­len einen Fürs­ten, einen Her­zog, einen König, oder sie küren einen Prä­si­den­ten. Das bedeu­tet nicht, daß die Gewalt, die der staat­li­chen Auto­ri­tät eigen ist, im Volke ihren Ursprung hat. Das bedeu­tet nur, daß die von Gott stam­mende Gewalt der Per­son über­tra­gen wird, die das Volk wählt. Also: Ursprung der Gewalt und Über­tra­gung der­sel­ben sind not­wen­dig zu unter­schei­den.

Die bei­den Gewal­ten, die auf Erden beste­hen, haben ver­schie­dene Ziele. Der Staat ist die Anstalt, die das zeit­li­che Wohl des Men­schen zu besor­gen hat. Den Men­schen das Leben erhal­ten, für Nah­rung, Woh­nung und Klei­dung sor­gen, das ist dem Staat auf­ge­tra­gen. Die Kir­che hat das ewige Wohl des Men­schen zu besor­gen. Sie hat die Auf­gabe, den Men­schen zum Him­mel zu füh­ren. Es ist nicht – dar­über beste­hen Miß­ver­ständ­nisse – die Auf­gabe der Kir­che, die Arbeits­lo­sig­keit zu besei­ti­gen. Das ist Sache des Staa­tes. Da ver­wech­selt man die Funk­tio­nen, wenn man der Kir­che die Auf­gabe zuweist, die Men­schen in Arbeit und Brot zu brin­gen.

Staat und Kir­che sind nach dem Ursprung von Gott gegrün­det, aber sie haben ver­schie­dene Ziele. Sie unter­schei­den sich auch in ande­rer Weise, denn es gibt nur eine Kir­che, nur eine wahre, von Chris­tus gestif­tete Kir­che, aber es gibt viele Staa­ten. Es gibt viele Völ­ker, aber sie alle haben ihre Hei­mat in der einen Kir­che. Die Kir­che legt sich bezüg­lich der Staats­form nicht fest. Für die Kir­che ist jede Staats­form erträg­lich, wenn sie die Men­schen­rechte gewähr­leis­tet. Ob es eine Mon­ar­chie oder eine Repu­blik, eine par­la­men­ta­ri­sche oder eine unmit­tel­bare Demo­kra­tie ist, die Kir­che erhebt so lange kei­nen Ein­spruch gegen eine Staats­form, als die Sorge für das Gemein­wohl von die­sem Staate gewähr­leis­tet wird.

Auch die Dik­ta­tur kann eine erlaubte Form des Staa­tes sein. Unter Umstän­den, die es nicht anders gestat­ten, kann es not­wen­dig sein, einen Dik­ta­tor ein­zu­set­zen. Die Kir­che hat sich nie­mals grund­sätz­lich gegen die Allein­herr­schaft aus­ge­spro­chen, solange sie von einem Manne aus­ge­übt ist, der ein Gewis­sen hat, der das Gemein­wohl besorgt und der auf die Men­schen­rechte bedacht ist. Es ist also falsch, die Kir­che ein­sei­tig für die Demo­kra­tie in Anspruch neh­men zu wol­len. Die Demo­kra­tie hat ihre Vor­teile, sie hat auch ihre Nach­teile, aber es ist in jedem Falle unzu­tref­fend, zu sagen, die Demo­kra­tie sei die Staats­form, wel­che die Kir­che als die vor­züg­lichste oder gar als die allein zuver­läs­sige aus­gibt. Das tut sie nicht. Die Kir­che bleibt zurück­hal­tend gegen­über der Staats­form. Sie ach­tet dar­auf, daß der Staat das Gemein­wohl besorgt und daß er die Men­schen­rechte berück­sich­tigt.

Staat und Kir­che sind in ihrem Bereich jeweils die höchste Gewalt. Sie sind socie­ta­tes per­fec­tae, voll­kom­mene Gesell­schaf­ten, d.h. sie haben ein eigen­stän­di­ges Ziel, und sie haben die Mit­tel, um die­ses Ziel zu errei­chen. Staat und Kir­che sind auch von­ein­an­der unab­hän­gig. Die staat­li­che Gewalt stammt nicht von der Kir­che, und die kirch­li­che Gewalt stammt nicht vom Staate, son­dern sie füh­ren sich beide unmit­tel­bar auf Gott zurück.

Frei­lich kommt wegen des höhe­ren Zie­les, das der Kir­che eigen ist, der kirch­li­chen Gewalt ein gewis­ser Vor­rang zu. Die Kir­che hat ja die Men­schen zum Him­mel zu füh­ren, und das ist die Auf­gabe, die sie auf Erden aus­füh­ren muß. Infol­ge­des­sen, weil das himm­li­sche Ziel über dem irdi­schen steht, kommt der Kir­che in gewis­ser Hin­sicht ein Vor­rang vor dem Staat, vor der staat­li­chen Gewalt zu.

Beide sind unab­hän­gig von­ein­an­der. Die Kir­che hat ihre Pries­ter-, Hir­ten- und Lehr­ge­walt von Chris­tus bekom­men. Nur den Apos­teln hat der Herr gesagt: „Wei­det meine Läm­mer! Wei­det meine Schafe! Wel­chen ihr die Sün­den nach­las­sen wer­det, denen sind sie nach­ge­las­sen, und wel­chen ihr sie behal­ten wer­det, denen sind sie behal­ten.“ Der Staat kann also der Kir­che nicht vor­schrei­ben, was sie pre­di­gen soll. Er kann den Chris­ten nicht vor­schrei­ben, was sie glau­ben müs­sen. Er kann den Pries­tern nicht vor­schrei­ben, was sie für Sakra­mente spen­den dür­fen und wann sie das hei­lige Meß­op­fer fei­ern dür­fen. Die Kir­che ist in ihrem Berei­che unab­hän­gig.

Frei­lich hat es immer wie­der Über­griffe gege­ben. Schon der aus dem Kon­zil von Nicäa bekannte Bischof Hosius von Cord­oba hat dem Kai­ser ent­ge­gen­ge­hal­ten: „Hier – näm­lich im geist­li­chen Bereich – hier hast du uns gar nichts zu sagen! Du nimm hier unsere Wei­sun­gen an!“ Im geist­li­chen Bereich ist die Kir­che unab­hän­gig. Sie hat auch über die Sitt­lich­keit zu wachen, denn sie ist ja die Ver­kün­de­rin der Gebote, und sie hat des­we­gen auch dem Staate zu sagen: Es ist dir erlaubt! – Es ist dir nicht erlaubt! Immer da, wo die Sitt­lich­keit in Frage steht, wo es um Gut und Böse geht, da hat die Kir­che ein Wort zu sagen.

Aber sonst ist auch der Staat unab­hän­gig. Da, wo es nicht um Gut und Böse geht, son­dern wo Fra­gen der Zweck­mä­ßig­keit zur Ent­schei­dung anste­hen, da ist der Staat von der Kir­che unab­hän­gig. Auch der Staat besitzt in sei­nen Gren­zen eine Auto­no­mie, eine Selbst­ge­setz­lich­keit. Hier hat die Kir­che nicht her­ein­zu­re­den. Und wie es Über­griffe des Staa­tes gegen­über der Kir­che gege­ben hat, so hat es auch Über­griffe von Kir­chen­män­nern gegen­über dem Staat gege­ben. Ich halte es bei­spiels­weise nicht für zuläs­sig, wenn Kir­chen­män­ner unter Beru­fung auf die Sen­dung der Kir­che sich in die Asyl­frage ein­mi­schen. Das ist eine Sache des Staa­tes, zu ent­schei­den, wie Asy­lan­ten auf­ge­nom­men wer­den, wie viele auf­ge­nom­men wer­den. Hier hat die Kir­che nichts zu sagen. Das ist eine Frage der Zweck­mä­ßig­keit, die muß der Staat nach sei­nen Kri­te­rien beur­tei­len, hier soll­ten die Kir­chen­män­ner schwei­gen.

Sie soll­ten auch schwei­gen, wenn es um die Frage der Atom­ener­gie geht. Es ist Sache des Staa­tes, zu beur­tei­len, ob es not­wen­dig ist, Atom­ener­gie zu ver­wen­den, ob ihre Ver­wen­dung genü­gend sicher ist. Kir­chen­män­ner haben hier keine Stimme, sie besit­zen keine Kom­pe­tenz im tech­ni­schen Bereich. Die Kir­che hat nur da zu spre­chen, wo Gut und Böse, wo die Moral, wo die Sitt­lich­keit in Frage steht. Da muß sie aller­dings unter Umstän­den sagen: Es ist dir nicht erlaubt!

So unab­hän­gig Staat und Kir­che von­ein­an­der sind, so wenig sind sie bezie­hungs­los. Sie haben ja für die­sel­ben Men­schen zu sor­gen. Die Bevöl­ke­rung ist ein und die­selbe, für die der Staat und für die die Kir­che ein­ge­setzt sind. Infol­ge­des­sen sind Staat und Kir­che auf Zusam­men­ar­beit ange­wie­sen. Sie sol­len ein­träch­tig zum Wohle der Bür­ger zusam­men­ar­bei­ten. Der Staat soll die Kir­che unter­stüt­zen, die Kir­che soll dem Staat auf ihre Weise einen Bei­trag leis­ten zum Wohl­er­ge­hen der Bevöl­ke­rung. Der Aus­druck die­ser Zusam­men­ar­beit sind die Kon­kor­date, Ver­träge zwi­schen Staat und Kir­che, in denen ver­ab­re­det wird, wie sie sich gegen­ein­an­der ver­hal­ten wol­len. Die Kon­kor­dats­ge­schichte ist eine Geschichte des Bemü­hens der Kir­che um Zusam­men­ar­beit mit dem Staat.

Die Kir­che ver­mag dem Staate große Dienste zu leis­ten, ein­mal, indem sie den Men­schen die Sitt­lich­keit lehrt, das Gute nahe­legt, indem sie ihnen die Gebote pre­digt. Der Staat kann nicht beste­hen, meine lie­ben Freunde, wenn seine Bür­ger nicht mora­lisch, sitt­lich han­delnde Per­so­nen sind. Er selbst kann aber die Sitt­lich­keit nicht erzeu­gen. Wo soll er sie denn her­neh­men? Sie kann nur von Gott kom­men, und von da hat sie die Kir­che emp­fan­gen. Sie hat also die uner­setz­li­che Auf­gabe, den Staats­bür­gern die Ver­hal­tens­wei­sen, die Ethik, das Moral­ge­setz zu pre­di­gen. Damit erweist sie dem Staate einen unschätz­ba­ren Dienst. Weil die­ser Dienst eng mit der Reli­gion ver­knüpft ist, Moral und Reli­gion gehö­ren ja zusam­men, des­we­gen ist auch die Reli­gion eine Stütze des Staa­tes. Die Reli­gion, also die Glau­bens­lehre, das Glau­bens­dogma – auch das ist eine Stütze der staat­li­chen Gemein­schaft.

Vor weni­gen Wochen ist ein ganz bedeut­sa­mes Buch her­aus­ge­kom­men von Frau Prof. Noelle-Neu­mann. Diese Frau lehrt an unse­rer Uni­ver­si­tät in Mainz Publi­zis­tik. Frau Noelle-Neu­mann hat also ein Buch her­aus­ge­bracht mit dem Titel „Die ver­letzte Nation“. In die­sem Buche wird in umfang­rei­chen Erhe­bun­gen in meh­re­ren Staa­ten Euro­pas, natür­lich auch in der Bun­des­re­pu­blik, der Nach­weis geführt, daß mit dem Zusam­men­bruch der Reli­gion – und einen sol­chen haben wir ja in Deutsch­land – auch die Sitt­lich­keit dahin­fällt. Es ist das Buch gera­dezu eine erre­gende Lek­türe. Hier wird ganz nüch­tern mit den Mit­teln der Publi­zis­tik – der Mei­nungs­for­schung – nach­ge­wie­sen, wie der große Tra­di­ti­ons­bruch, wie man euphe­mis­tisch den inner­kirch­li­chen Zusam­men­bruch der sech­zi­ger Jahre nennt, wie der große Tra­di­ti­ons­bruch die Fun­da­mente des Staats­we­sens erschüt­tert hat, weil die Sitt­lich­keit mit der Reli­gion und mit dem Got­tes­dienst­be­such dahin­ge­fal­len ist.

Ja, die Kir­che, wel­che die Reli­gion und die Sitt­lich­keit ver­kün­det, leis­tet einen uner­meß­li­chen Bei­trag für das Gemein­wohl des Staa­tes. Die Gebote und die Lehre der Kir­che sol­len den Men­schen vom Bösen abhal­ten. Moral und Dogma gehö­ren untrenn­bar zusam­men. Denn wenn man die Lehre von der All­wis­sen­heit Got­tes oder vom end­li­chen Gericht ernst­nimmt, dann wird man eben das Böse mei­den. Oder wenn wir erfah­ren, daß das Gericht nach den Wer­ken erfolgt, wer­den wir eben gute Werke zu tun uns bemü­hen, wer­den wir den Not­lei­den­den hel­fen, wer­den wir Werke der leib­li­chen und der geist­li­chen Barm­her­zig­keit täti­gen. Da sieht man den uner­meß­li­chen Bei­trag der Kir­che für das Gemein­wohl des Staa­tes.

Kluge Staats­män­ner haben des­we­gen die Reli­gion und die Kir­che immer geför­dert. Das begann mit Kon­stan­tin dem Gro­ßen und ging über Karl den Gro­ßen, Ste­phan den Hei­li­gen, Wen­zes­laus den Hei­li­gen – um nur einige zu nen­nen – bis an die Schwelle unse­rer Zeit. Wer dage­gen die Kir­che ver­folgt, wer die Reli­gion aus­schal­tet, der spürt bald die Wir­kun­gen sei­nes bösen Tuns.

Im 18. Jahr­hun­dert saß auf dem preu­ßi­schen Thron ein Frei­den­ker, König Fried­rich II. von Preu­ßen, von man­chen „der Große“ genannt. Die­ser Mann, ein Anhän­ger Volta­ires, erlebte, wie seine fri­vole Art des Umgangs mit den Hei­li­gen sich vom Königs­thron immer mehr im Volke aus­brei­tete, und er sah gleich­zei­tig, wie Unta­ten und Ver­bre­chen und Sit­ten­lo­sig­keit in sei­nen Staa­ten immer mehr zunah­men. Und so hat eines Tages die­ser König, der ja auch ein klu­ger Mann war, zu sei­nem Minis­ter gesagt: „Schaff' er mir wie­der Reli­gion ins Volk!“

Ja, schaff' er mir wie­der Reli­gion ins Volk! Denn die Reli­gion lehrt die Men­schen die sitt­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen, ohne die ein Staats­we­sen nicht beste­hen kann. Napo­leon hat ein­mal das Wort gespro­chen: „Ohne Reli­gion kann man kein Volk regie­ren.“ Heute wird es ver­sucht. Heute wird der Ver­such gemacht, die Reli­gion als eine Neben­sa­che, ja als etwas Über­hol­tes dar­zu­stel­len. Seit über 40 Jah­ren wird unser Volk den Mäch­ten der Ver­füh­rung aus­ge­setzt, durch Nach­rich­ten­ma­ga­zine, durch Illus­trierte, durch Fern­seh­sen­dun­gen ver­gif­tet, buch­stäb­lich ver­gif­tet.

Die Quit­tung, meine lie­ben Freunde, steht noch aus. Wir wis­sen, wie diese Quit­tung lau­tet. Sie lau­tet so, wie es der Pro­phet Hoseas schon ein­mal ange­kün­digt hat: „Es ist keine Got­te­s­er­kennt­nis im Lande, Flu­chen, Lügen, Mor­den und Ehe­bre­chen haben über­hand genom­men.“ Ja, wahr­haf­tig, das sind die Fol­gen der Reli­gi­ons­lo­sig­keit. Die Reli­gi­ons­lo­sig­keit zieht die Sit­ten­lo­sig­keit nach sich. Der grie­chi­sche Schrift­stel­ler Plut­arch hat ein­mal den Satz geschrie­ben: „Eher kann man eine Stadt in die Luft bauen als einen Staat ohne Reli­gion erhal­ten.“

Amen.

Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May - Die zwei Gewalten in Staat und Kir­che www.Glaubenswahrheit.org"

 


Die Kirche ist katholisch: Das Wort „katholisch" bedeutet „allumfassend" im Sinn von „ganz" oder „vollständig".

Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche" (Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8,2).

In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht [Vgl. Eph 1,22-23]... In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch [Vgl. AG 4] und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben. Sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist [Vgl. Mt 28,19]: „Zum neuen Volk Gottes werden alle Menschen gerufen.

Deswegen muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich die Absicht des Willens Gottes erfüllen, der die Menschennatur am Anfang als eine gegründet und beschlossen hat, seine Kinder, die zerstreut waren, schließlich zur Einheit zu versammeln ... Jede Teilkirche ist katholisch... Diese Teilkirchen sind „nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche“ (LG 23).

Die Teilkirchen sind im Vollsinn katholisch durch die Gemeinschaft mit einer von ihnen: mit der Kirche von Rom, „die den Vorsitz in der Liebe führt" (Ignatius v. Antiochien, Rom. 1,1). „Mit dieser Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges notwendig jede Kirche übereinstimmen, das heißt die Gläubigen von überall" (Irenäus, kur. 3,3,2; übernommen vom 1. Vatikanischen K.: DS 3057)...

Die reiche Vielfalt von Kirchenordnungen, liturgischen Riten, theologischen und geistlichen Erbgütern, die den Ortskirchen zu eigen sind, „zeigt die Katholizität der ungeteilten Kirche in besonders hellem Licht" (LG 23).

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