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Die Begegnung des Menschen mit Gott, den Jesus Christus verkündigt hat, ist die Grundaufgabe der katholischen Kirche.

Die Beziehung dieses Vatergottes zum Menschen wird ins Zentrum gestellt, so dass der Mensch sich davon tragen lassen und dadurch in seinem Christsein weiter entwickeln kann.

Den Aufbruch, den unsere katholische Kirche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa braucht, ist ein Aufbruch der Leidenschaft, einer Leidenschaft für Gott.

Wenn der Glaube an Christus verfälscht und mit den Zielsetzungen dieser Welt vermengt wird, dann geht auch der Sinn des Christentums verloren.

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Erfahren sie hier Grundlagen zur katholischen Kirche. Mit der Taste F5 können sie weitere Informationen abrufen. Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May

Die Lehre: Außer­halb der Kir­che kein Heil

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Die Men­schen, auch viele von denen, die sich Katho­li­ken nen­nen, hören das Wort von der allein­se­lig­ma­chen­den Kir­che nicht gern. Und doch ist die­ser Satz, daß die Kir­che, daß die katho­li­sche Kir­che die allein­se­lig­ma­chende sei, ein Dogma katho­li­schen Glau­bens. Zahl­lose Kon­zi­lien haben den Satz aus­ge­spro­chen und wie­der­holt: Extra eccle­siam nulla salus – Außer­halb der Kir­che ist kein Heil. Das bedeu­tet, außer­halb der katho­li­schen Kir­che kann man das Heil, d.h. den Him­mel, die himm­li­sche Herr­lich­keit nicht gewin­nen. Ist die­ser Satz anstö­ßig, oder ist er kon­se­quent aus dem Glau­ben an Jesus Chris­tus ent­wi­ckelt? Die Wahr­heit Außer­halb der Kir­che ist kein Heil läßt sich in drei Sät­zen ent­fal­ten:

1. Die katho­li­sche Kir­che allein besitzt die Mit­tel zur Selig­keit.

2. Jeder Mensch ist streng ver­pflich­tet, sich die­ser Kir­che anzu­schlie­ßen.

3. Wer ohne Schuld außer­halb die­ser Kir­che steht, kann geret­tet wer­den.

Der erste Satz lau­tet: Die katho­li­sche Kir­che ist wahr­haft die allein­se­lig­ma­chende, weil sie allein die Mit­tel besitzt, die zur Selig­keit füh­ren. Diese Mit­tel sind die Lehre Christi, die Gna­den­mit­tel und die von Chris­tus bestell­ten Leh­rer und Hir­ten. Es ist keine Anma­ßung, wenn die Kir­che sagt: Ich bin der Strom, der ins Lebens­meer fließt, auch wenn rechts und links noch Tüm­pel blin­ken und Bäche rau­schen: Ich bin der Strom, der ins Lebens­meer fließt.

Wahr­heit und Irr­tum kön­nen nicht gleich­ge­setzt wer­den. Die Kir­che spricht mit dem Satze „Extra eccle­siam nulla salus“ nie­man­dem das Heil ab, sie sagt nicht, wer geret­tet wird, son­dern sie sagt, wodurch man geret­tet wird, näm­lich durch die Wahr­heit und Gnade Jesu Christi, die in der katho­li­schen Kir­che durch die Zei­ten getra­gen wer­den. Es liegt also in die­sem Satz keine Into­le­ranz, keine Unduld­sam­keit gegen­über ande­ren Men­schen, son­dern es liegt darin eine Into­le­ranz, eine Unduld­sam­keit gegen­über dem Irr­tum. Die Wahr­heit ist nun ein­mal unduld­sam gegen­über dem Irr­tum, und Gott ist nun ein­mal unduld­sam gegen­über Göt­zen.

Die Syn­agoge, das Juden­tum, wies nur auf den Weg zum Heil hin, die Kir­che ist der Weg zum Heil. Sie ist der ein­zige Weg zum Heil, weil Chris­tus nur eine ein­zige Kir­che gestif­tet hat. In die­ser einen Kir­che lebt er fort, diese eine Kir­che erhält er in der Wahr­heit, in die­ser einen Kir­che ist die Fülle der Wahr­heit und der Gnade zu fin­den, und nur in ihr. Denn alle, die sich von ihr getrennt haben, haben ent­we­der an der Wahr­heit oder an der Gnade Ver­luste erlit­ten. Sie haben das Pries­ter­tum ver­wor­fen, sie haben das Bußsa­kra­ment auf­ge­ge­ben, sie haben das Meß­op­fer in eine Gedächt­nis­feier ver­wan­delt. Nur in der Kir­che Christi, die wir die katho­li­sche nen­nen, ist die Gnade und Wahr­heit in Fülle und Rein­heit zu fin­den.

Der erste Satz lau­tet also: Nur in der katho­li­schen Kir­che sind die Mit­tel des Hei­les in vol­ler Inten­si­tät erhal­ten. Der zweite Satz heißt: Jeder Mensch ist streng ver­pflich­tet, in diese Kir­che ein­zu­tre­ten. Ja, wozu hätte sie denn der Herr gestif­tet, wenn er nicht gewollt hätte, daß alle Men­schen sich in diese neue Arche Noah, in der man aus der Sint­flut geret­tet wird, ein­fin­den? Das ist ja der Zweck der Kir­che, daß sie alle Men­schen zu Jün­gern Christi machen soll, daß sie alle Men­schen, alle Völ­ker in sich ver­ei­nen soll. Und Gott scherzt nicht, Gott macht kei­nen Spaß, er über­läßt es nicht dem Belie­ben des Men­schen, er gebie­tet. Und er gebie­tet, daß alle Men­schen sich die­ser Kir­che anschlie­ßen, auf daß sie in ihr die Wahr­heit und die Gnade Christi fin­den.

Kann man nicht sagen: Ein Mensch wech­selt seine Reli­gion nicht? Doch, man muß immer vom Fal­schen zum Wah­ren wech­seln. Das ist ein heil­sa­mer Wech­sel. Man muß immer ler­nen und lern­wil­lig sein. Wer ein durch Unrecht erwor­be­nes Ver­mö­gen von sei­nem Vater erwor­ben hat, der muß es eben hin­ge­ben. Und wer durch Erzie­hung und Umwelt zu einem fal­schen Glau­ben gekom­men ist, der muß ihn eben preis­ge­ben, um ihn gegen den wah­ren ein­zu­tau­schen.

Viele Men­schen aller Zei­ten haben die­sen Ruf Got­tes erkannt und sind von dem Irr­tum zur Wahr­heit geschrit­ten. Gerade das vorige Jahr­hun­dert war ein Jahr­hun­dert der Kon­ver­ti­ten. Viele Men­schen, und zwar meis­tens hoch­ge­stellte, gebil­dete, wert­volle Men­schen haben den Weg zur Kir­che gefun­den. Ich erin­nere nur etwa für Eng­land an die bei­den spä­te­ren Kar­di­näle New­man und Man­ning, die vor­her angli­ka­ni­sche Geist­li­che waren. Aber auch edle Frauen fan­den und fin­den den Weg zur wah­ren Kir­che. König Gus­tav Adolf von Schwe­den, der grim­mige Feind der katho­li­schen Kir­che, hatte eine ein­zige Toch­ter, Chris­tine. Chris­tine war eine begabte Frau, sie stu­dierte unun­ter­bro­chen, sie las viel, sie unter­hielt sich mit Phi­lo­so­phen, u.a. mit Descar­tes, und durch ihr Stu­dium kam sie zu der Über­zeu­gung, daß die katho­li­sche Kir­che die wahre sei. In Schwe­den aber konnte sie nicht katho­lisch wer­den und katho­lisch leben. So legte sie ihre Krone nie­der, ver­zich­tete auf das König­tum und begab sich nach Rom, wo sie bis zu ihrem Tode lebte. Sie ist begra­ben in der Peters­kir­che in Rom. Und soeben haben wir ja erlebt, wie eine wun­der­bare Frau, näm­lich Christa Meves, diese bedeu­tende Psy­cho­the­ra­peu­tin, den Weg zur katho­li­schen Kir­che gefun­den hat.

Wer erkennt, daß die katho­li­sche Kir­che die wahre ist, der hat die Pflicht, in sie ein­zu­tre­ten. Denn es ist nie­mals egal, was man glaubt. Man muß das glau­ben, was Gott geof­fen­bart hat. Wozu hät­ten sich die Apos­tel sonst so viel Mühe gege­ben, bis an die Gren­zen der Erde zu gelan­gen? Wozu hätte Gott seine Heils­ver­an­stal­tung über­haupt ins Werk gesetzt, wenn es gleich­gül­tig wäre, was man glaubt? Hat nicht der Herr in der fei­er­lichs­ten Stunde sei­nes Lebens bekannt: „Dazu bin ich in die Welt gekom­men, daß ich der Wahr­heit Zeug­nis gebe“? Es kann in Ewig­keit nicht gleich­gül­tig sein, was einer glaubt, son­dern jeder ist ver­pflich­tet, nach der Wahr­heit zu stre­ben, die Wahr­heit anzu­neh­men und in der Wahr­heit zu ver­har­ren. Der Hort der Wahr­heit ist die katho­li­sche Kir­che.

Jeder also ist ver­pflich­tet, nach Erkennt­nis der Wahr­heit in die katho­li­sche Kir­che ein­zu­tre­ten. Aber das ergibt natür­lich auch den drit­ten Satz: Wer ohne Schuld diese Kir­che nicht erkennt oder nicht fin­det, der kann selig wer­den, wenn er got­tes­fürch­tig lebt.

Gott wird nie­man­den ver­wer­fen, weil er die katho­li­sche Kir­che ohne eigene Schuld nicht fand, weil er von ihr nicht gehört hatte, weil Umstände ihn gehin­dert haben, in diese Kir­che ein­zu­tre­ten. Wer ohne Schuld ist, der kann geret­tet wer­den.

Wer dage­gen aus eige­ner Schuld diese Kir­che nicht fin­det, kann nicht geret­tet wer­den, wer sich z.B. nicht um die Wahr­heit bemüht, wer in den Tag hin­ein­lebt, oder wer zwar erkennt, daß die katho­li­sche Kir­che die wahre ist, aber nicht durch ihre stren­gen Ver­pflich­tun­gen gebun­den sein will. Ein Japan-Mis­sio­nar hat ein­mal vor eini­ger Zeit geschrie­ben, die Japa­ner wüß­ten sehr gut, daß das Chris­ten­tum ihrer Reli­gion über­le­gen ist, aber sie woll­ten es nicht anneh­men, weil das Chris­ten­tum ihnen zu beschwer­lich ist.

Ebenso wird selbst­ver­ständ­lich nicht geret­tet wer­den, wer aus die­ser Kir­che, die er als die wahre erkannt hat, aus­tritt und sich von ihr trennt, etwa um einer Ehe wil­len oder um ande­rer Vor­teile wil­len. Nein, nur der­je­nige wird geret­tet wer­den, der ohne Schuld diese Kir­che nicht kennt und got­tes­fürch­tig lebt, d.h. also sei­nem recht gebil­de­ten Gewis­sen getreu folgt. Ja, ist das nicht ein Wider­spruch zu dem Satze: Außer­halb der Kir­che kein Heil? Nein. Wer got­tes­fürch­tig lebt und getreu sei­nem Gewis­sen folgt, ist näm­lich nicht außer­halb der Kir­che, er ist inner­halb der Kir­che. Denn wer got­tes­fürch­tig lebt, hat Got­tes­liebe, und die Got­tes­liebe ist eine Art Begier­de­taufe, und durch diese Begier­de­taufe gehört er zur Kir­che. Er gehört zur Kir­che als ein unsicht­ba­res Glied. Die Kir­che hat eben sicht­bare und unsicht­bare Glie­der. Sicht­bare Glie­der sind die­je­ni­gen, die getauft sind, den katho­li­schen Glau­ben beken­nen und in der Gemein­schaft mit der Kir­che ver­har­ren. Unsicht­bare Glie­der sind die­je­ni­gen, die ohne Schuld äußer­lich nicht zur Kir­che gehö­ren, aber die Gesin­nung haben, die man in die­ser Kir­che haben muß, näm­lich Gott dem Herrn die Ehre zu geben und sei­nen Wil­len zu erfül­len.

Des­we­gen kön­nen wir sagen: Es waren in der Kir­che Män­ner und Frauen, die gelebt haben, als die Kir­che noch gar nicht exis­tierte. Die Gerech­ten Abel, Abra­ham, Hiob, Tobias – sie waren in der Kir­che. Vom ers­ten Gerech­ten bis zum letz­ten Aus­er­wähl­ten sind alle Men­schen in der Kir­che, die got­tes­fürch­tig gelebt haben und ihrem Gewis­sen treu gefolgt sind.

Da haben wir also die Fülle der Bedeu­tung des Sat­zes: Außer­halb der Kir­che ist kein Heil. Tat­säch­lich, der Satz gilt, er gilt ohne Aus­nahme. Aber man muß ihn rich­tig ver­ste­hen, und das bedeu­tet eben: Es gibt in der Kir­che, in die­ser Arche Christi, sicht­bare und unsicht­bare Glie­der. Unter den sicht­ba­ren gibt es wie­der tote und leben­dige. Man kann mit dem Glau­ben und durch die Taufe in der Kir­che sein und doch ver­lo­ren gehen, wenn man näm­lich in der Tod­sünde lebt und stirbt. Wer in der Tod­sünde lebt und stirbt, wer gegen die hei­lig­ma­chende Gnade fehlt, der ist ein totes Glied der Kir­che und der wird nicht geret­tet wer­den, obwohl er äußer­lich in der Kir­che war.

Da sehen wir die unge­heuere Ver­ant­wor­tung, die wir Chris­ten, die wir gläu­bi­gen katho­li­schen Chris­ten haben. Wir müs­sen nicht nur glau­ben, wir müs­sen auch leben, was wir glau­ben. Wir dür­fen nicht nur äußer­lich zur Kir­che, die in den Him­mel führt, gehö­ren, son­dern wir müs­sen auch inner­lich mit unse­rer Gesin­nung dabei sein. Wenn wir das leben, was wir glau­ben, dann wer­den wir geret­tet wer­den, dann wird sich an uns erfül­len der wun­der­bare Satz: „Wer die Kir­che nicht zur Mut­ter hat, der kann Gott nicht zum Vater haben.“ Dann wird sich erfül­len der Satz: Außer­halb der Kir­che kein Heil!

Amen.

Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May - Die Lehre: Außerhalb der Kirche kein Heil www.Glaubenswahrheit.org"

 


Die Kirche ist katholisch: Das Wort „katholisch" bedeutet „allumfassend" im Sinn von „ganz" oder „vollständig".

Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche" (Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8,2).

In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht [Vgl. Eph 1,22-23]... In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch [Vgl. AG 4] und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben. Sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist [Vgl. Mt 28,19]: „Zum neuen Volk Gottes werden alle Menschen gerufen.

Deswegen muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich die Absicht des Willens Gottes erfüllen, der die Menschennatur am Anfang als eine gegründet und beschlossen hat, seine Kinder, die zerstreut waren, schließlich zur Einheit zu versammeln ... Jede Teilkirche ist katholisch... Diese Teilkirchen sind „nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche“ (LG 23).

Die Teilkirchen sind im Vollsinn katholisch durch die Gemeinschaft mit einer von ihnen: mit der Kirche von Rom, „die den Vorsitz in der Liebe führt" (Ignatius v. Antiochien, Rom. 1,1). „Mit dieser Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges notwendig jede Kirche übereinstimmen, das heißt die Gläubigen von überall" (Irenäus, kur. 3,3,2; übernommen vom 1. Vatikanischen K.: DS 3057)...

Die reiche Vielfalt von Kirchenordnungen, liturgischen Riten, theologischen und geistlichen Erbgütern, die den Ortskirchen zu eigen sind, „zeigt die Katholizität der ungeteilten Kirche in besonders hellem Licht" (LG 23).

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