StartseiteBistümer DeutschlandWir sind katholisch..

Die Begegnung des Menschen mit Gott, den Jesus Christus verkündigt hat, ist die Grundaufgabe der katholischen Kirche.

Die Beziehung dieses Vatergottes zum Menschen wird ins Zentrum gestellt, so dass der Mensch sich davon tragen lassen und dadurch in seinem Christsein weiter entwickeln kann.

Den Aufbruch, den unsere katholische Kirche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa braucht, ist ein Aufbruch der Leidenschaft, einer Leidenschaft für Gott.

Wenn der Glaube an Christus verfälscht und mit den Zielsetzungen dieser Welt vermengt wird, dann geht auch der Sinn des Christentums verloren.

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Erklärung zum Aufruf "Wiederheiratet Geschiedene in unserer Kirche" von Priestern und Diakonen der Erzdiözese Freiburg (Mai 2012)
Seelsorge darf nicht instrumentalisiert werden: Die Not wiederverheirateter Geschiedener als Krisenindikator einer nachlässigen Verkündigung - von Pfarrer Hendrick Jolie.

 


Erfahren sie hier Grundlagen zur katholischen Kirche. Mit der Taste F5 können sie weitere Informationen abrufen. Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May

Die Kir­che als Stif­tung Jesu Christi

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Der Hei­lige Geist belebt und regiert die Kir­che. So hat­ten wir am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fest­ge­stellt. Wir wol­len heute und an den kom­men­den Sonn­ta­gen diese Kir­che uns vor Augen füh­ren, wel­che der Hei­lige Geist belebt und regiert.

Die katho­li­sche Kir­che ist die von Chris­tus gestif­tete sicht­bare Anstalt und Gemein­schaft, die sein Werk fort­setzt und die Welt für den Him­mel erzieht. Die katho­li­sche Kir­che als die Kir­che Christi hat Chris­tus zum Stif­ter. Er hat sie gegrün­det. Der evan­ge­li­sche Theo­loge Har­nack hat ein­mal das wit­zige Wort gespro­chen: „Chris­tus ver­kün­dete das Him­mel­reich, und gekom­men ist die Kir­che.“ Die­ses Wort Har­nacks geht an der Wirk­lich­keit vor­bei. Das Kom­men der Kir­che ist kein Gegen­satz zur Pre­digt vom Him­mel­reich. Him­mel­reich, Him­mel­reichs­pre­digt und Kir­che ste­hen in einem engen, ja unauf­geb­ba­ren Zusam­men­hang. Das Reich der Him­mel, das Reich Got­tes hat ein Organ, ein Werk­zeug, und das nen­nen wir Kir­che. Ohne die Kir­che wäre die Bot­schaft vom Him­mel­reich längst ver­hallt, wäre sie längst ver­ges­sen. Nur weil es eine Kir­che gibt, wel­che die Bot­schaft vom Him­mel­reich durch die Zeit trägt, wird das Evan­ge­lium vom Kom­men der Got­tes­herr­schaft heute noch aus­ge­ru­fen. Chris­tus hat nicht nur das Him­mel­reich ver­kün­det, Chris­tus hat auch die Kir­che gestif­tet. Es las­sen sich in sei­nem irdi­schen Leben kir­chen­stif­tende Taten nach­wei­sen.

Chris­tus hat ein Kol­le­gium von zwölf Män­nern beru­fen. Die Zahl 12 ist kein Zufall. Es hät­ten ja auch 11 oder 13 sein kön­nen, nicht wahr, wenn man an den Zufall gedacht hätte; nein, es waren 12. Zwölf des­we­gen, weil hier das neue Zwölf-Stämme-Volk, das neue Volk Israel her­an­ge­bil­det wird. Die Zahl 12 ist ein Sym­bol dafür, daß sich hier ein neues Volk bil­det, das Chris­tus sam­melt, das von ihm zusam­men­ge­ru­fen wird. Und diese zwölf Apos­tel sind eben die her­vor­ra­gen­den Glie­der, die Fürs­ten in die­sem Zwölf-Stämme-Volk, das da her­an­ge­bil­det wird.

Um von ande­ren kir­chen­stif­ten­den Taten Jesu wäh­rend sei­nes irdi­schen Lebens zu schwei­gen, ver­weise ich auf sei­nen Tod und seine Auf­er­ste­hung als das emi­nent kir­chen­stif­tende Ele­ment im Dasein Jesu. Wieso Tod und Auf­er­ste­hung? Ja, durch sei­nen Tod und seine Auf­er­ste­hung hat er die Erlö­sung bewirkt, hat er sich ein Volk erkauft, hat er die Sün­den ver­ge­ben und die Gnade bereit­ge­stellt. Und des­we­gen sind Tod und Auf­er­ste­hung emi­nent kir­chen­stif­tende Akte in der Wirk­lich­keit Jesu Christi.

Chris­tus hat eine sicht­bare Kir­che gestif­tet. Auch diese Wahr­heit ist ange­foch­ten. Es sind Irr­leh­rer auf­ge­tre­ten, die sagen: Nein, die Kir­che ist unsicht­bar. Alle, die an Chris­tus glau­ben, alle, die sich von ihm beleh­ren las­sen, alle, die auf ihn bauen und ver­trauen oder sogar alle Men­schen guten Wil­lens, das ist die Kir­che.

Nein, das ist die Kir­che nicht! Die Kir­che ist eine sicht­bare Gemein­schaft. Sie ist sicht­bar in ihren Vor­ste­hern. Sie ist sicht­bar in ihrem Auf­nah­me­ri­tus, der Taufe. Sie ist sicht­bar in ihrem Glau­ben. Die­ser Glaube ist prä­zise aus­sag­bar. Die­ser Glaube ist in Sät­zen faß­bar, und nur, wer sich zu die­sem Glau­ben bekennt, kann sich als Glied die­ser Kir­che, die­ser sicht­ba­ren Kir­che betrach­ten. Der Herr ver­gleicht des­we­gen seine Kir­che mit der Stadt auf dem Berge, die nicht über­se­hen wer­den kann, oder auch mit einem Volk, denn ein Volk ist auch sicht­bar.

Die Theo­lo­gie hat im Laufe der Jahrhhun­derte viele Bil­der für die Kir­che aus der hei­li­gen Schrift bezo­gen oder auch selbst for­mu­liert. Der hei­lige Augus­ti­nus legte beson­de­res Gewicht auf den Begriff VOLK GOT­TES, der hei­lige Tho­mas von Aquin betonte die GEMEIN­SCHAFT DER GLÄU­BI­GEN. Alle diese Aus­drü­cke zei­gen irgend­eine Seite vom Wesen der Kir­che an. Sie erschöp­fen nicht – jeder für sich – die Wirk­lich­keit der Kir­che, sie ergän­zen sich viel­mehr gegen­sei­tig und wei­sen jeweils auf ein beson­de­res Merk­mal der Kir­che hin. Wenn man sagt „Volk Got­tes“, dann will man damit her­vor­he­ben, daß die Kir­che eben eine rie­sige Gemein­schaft über­na­tür­li­chen Ursprungs ist, kein irdi­sches Volk. Das irdi­sche Volk besteht ja aus gemein­sa­mem Schick­sal, gemein­sa­mer Spra­che, gemein­sa­mer geo­gra­phi­scher Lage. Nein, die Kir­che ist kein natür­li­ches Volk, aber ein über­na­tür­li­ches; des­we­gen ein Volk Got­tes, ein von Gott her­vor­ge­ru­fe­nes, aus allen Stäm­men, Völ­kern und Natio­nen zusam­men­ge­ru­fe­nes Volk Got­tes, ein neues Volk, näm­lich ein Volk auf über­na­tür­li­cher Grund­lage. Über­na­tür­lich ist die Grund­lage, weil es der Tod, der heil­brin­gende Tod und die Auf­er­ste­hung, die frucht­bare Auf­er­ste­hung unse­res Hei­lan­des ist, wel­che die Kir­che geschaf­fen haben. Wenn man den Aus­druck „Gemein­schaft der Gläu­bi­gen“ her­vor­hebt, dann will man beson­ders nach­drück­lich dar­auf hin­wei­sen, daß die in der Kir­che Leben­den mit­ein­an­der ver­bun­den sind und daß der Glaube das Band ist, wel­ches die Glie­der die­ses Volkes umschlingt, der Glaube, der hei­lige, wahre, unver­än­der­li­che, unfehl­bare Glaube.

Man kann die Kir­che auch als Mut­ter bezeich­nen, denn die Kir­che erzeugt ja und nährt ihre Kin­der. In der Taufe bringt sie ihre Kin­der her­vor, wer­den aus Uner­lös­ten Erlöste. Die Getauf­ten wer­den dann von der Kir­che als einer Mut­ter gelenkt und gelei­tet und geführt und betreut.

Die Kir­che führt ihre lei­tende und len­kende Tätig­keit in dem drei­fa­chen Amt, im Lehr­amt, im Pries­ter­amt und im Hir­ten­amt, aus. Die­ses drei­fa­che Amt war schon unse­rem Herrn und Hei­land zu eigen. Er war Leh­rer, Pries­ter und Hirte. Sein Lehr­amt hat er aus­ge­übt, indem er das Evan­ge­lium, die Frohe Bot­schaft, ver­kün­dete. Sein Pries­ter­amt hat er aus­ge­übt, indem er sich selbst als Opfer am Kreuze dar­brachte und indem er hei­lige Riten ein­setzte wie das Meß­op­fer. Sein Hir­ten­amt hat er aus­ge­übt, indem er die Apos­tel aus­sandte, die Pha­ri­säer zurecht­wies, indem er seine Gemein­schaft berei­tete.

Die­ses drei­fa­che Amt hat Chris­tus den Apos­teln über­tra­gen. Er hat ihnen die Lehre anver­traut nach der Him­mel­fahrt, indem er sprach: „Gehet hin zu allen Völ­kern und leh­ret sie! Leh­ret sie alles hal­ten, was ich euch gesagt habe!“ Er hat sie zu Pries­tern gemacht, als er im Abend­mahls­saale ihnen das hei­lige Meß­op­fer anver­traute mit den unver­gäng­li­chen Wor­ten: „Tut dies zu mei­nem Gedächt­nis!“ Er hat sie ebenso zu Pries­tern gemacht, als er ihnen die Voll­macht gab, Sün­den nach­zu­las­sen und zu behal­ten. Er hat ihnen aber auch sein Hir­ten­amt anver­traut, indem er ihnen sagte: „Was immer ihr auf Erden bin­den wer­det, das wird auch im Him­mel gebun­den sein. Was immer ihr auf Erden lösen wer­det, das wird auch im Him­mel gelöst sein.“ Bin­den und Lösen, das heißt soviel wie Gesetze geben und Gesetze ändern, das bedeu­tet, jeman­den in den Bann tun und wie­der aus dem Banne befreien, das besagt auto­ri­ta­tiv len­ken und lei­ten.

Die­ses drei­fa­che Amt sollte mit den Apos­teln nicht erlö­schen. Wie hätte der Herr sagen kön­nen: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt,“ wenn mit den Apos­teln die ihnen über­tra­ge­nen Gewal­ten in die Grä­ber gesun­ken wären? Nein, der Herr wollte, daß seine Kir­che so wei­ter­lebt, wie er sie gegrün­det hat. Er wollte Kon­ti­nui­tät, er wollte Tra­di­tion, Wei­ter­gabe. Und so haben die Apos­tel ihre Voll­mach­ten an ihre Schü­ler wei­ter­ge­ge­ben, an die Apos­tel­schü­ler, an Titus auf Kreta, an Timo­theus in Ephe­sus und an die vie­len ande­ren, deren Namen wir nicht ken­nen, und so sind diese Gewal­ten heute auf die Kir­che gekom­men und leben in ihr genauso wie zu apos­to­li­schen Zei­ten. In der Pre­digt, im Schul­un­ter­richt, in der Unter­wei­sung der Erwach­se­nen übt die Kir­che ihr hei­li­ges Lehr­amt aus. Die Kir­che übt das Pries­ter­amt aus, indem sie das Meß­op­fer fei­ert, indem sie die Sakra­mente spen­det, indem sie Segen­sand­ach­ten hält. Sie übt das Hir­ten­amt aus, indem sie Gesetze gibt, Ver­bote und Gebote, Stra­fen ver­hängt, wenn es not­wen­dig ist.

Die Kir­che besteht aus einer dop­pel­ten Wirk­lich­keit. Ihr sind himm­li­sche Schätze anver­traut, aber sie trägt diese in irde­nen Gefä­ßen. Sie hat ein mensch­li­ches und ein gött­li­ches Ele­ment. Das gött­li­che Ele­ment ist unfehl­bar, das mensch­li­che Ele­ment ist stets von Gefah­ren umwit­tert.

Trotz­dem bleibt beste­hen, daß Chris­tus durch sei­nen Hei­li­gen Geist die Kir­che lenkt und lei­tet. Wir nen­nen ihn das Haupt der Kir­che, und er ist es. So wie das Haupt beim Men­schen als der Sitz der Lei­tungs­fä­hig­keit gilt, so ähn­lich-unähn­lich ist es mit Chris­tus. Er ist das Haupt der Kir­che, weil er durch sei­nen Hei­li­gen Geist die Kir­che lenkt und lei­tet. Man nennt ihn auch das unsicht­bare Haupt, weil er mit den Augen des Kör­pers nicht zu erken­nen ist, son­dern nur mit dem Blick des Glau­bens, aber durch seine Gnade wirkt er auf die Kir­che ein. Und da liegt die Feh­ler­quelle. Soweit sich die Men­schen vom Hei­li­gen Geist füh­ren und lei­ten las­sen, soweit sie die Gnade auf­neh­men und in ihr han­deln, soweit wird die Kir­che ganz die Braut Christi sein, die sich ihrem Bräu­ti­gam in lie­be­vol­ler Weise hin­gibt.

Aber wenn die Hir­ten und die Herde sich dem Hei­li­gen Geist ver­schlie­ßen, wenn sie aus der Gnade her­aus­fal­len, dann wird das Ant­litz der Kir­che ent­stellt, dann wird die Kir­che zum Anstoß.?In einer fei­er­li­chen Stunde, meine lie­ben Freunde, im Ölgar­ten, da stand der Hei­land vor sei­nen Jün­gern, die da lagen und schlie­fen. „Steht auf, laßt uns gehen!“ sagte er. „Steht auf“ – denn er steht ja schon – „und laßt uns gehen! Wir wol­len zusam­men gehen, ihr und ich.“

Sehen Sie, meine lie­ben Freunde, das ist das Geheim­nis der katho­li­schen Kir­che. Die katho­li­sche Kir­che ist eine Schwä­che, sie ist eine Unzu­läng­lich­keit, sie ist manch­mal ein Ärger­nis. Aber der Herr hat zu ihr gesagt: „Wir wol­len gehen! Wir wol­len zusam­men gehen, du, katho­li­sche Kir­che, und ich.“

Und so wol­len auch wir diese Kir­che nicht ver­las­sen. Wir wol­len mit dem Herrn gehen, ihr und ich, bis wir an das Ziel gelangt sind.

Amen.

Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May - Die Kirche als Stiftung Jesu Christi www.Glaubenswahrheit.org"

 


Die Kirche ist katholisch: Das Wort „katholisch" bedeutet „allumfassend" im Sinn von „ganz" oder „vollständig".

Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche" (Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8,2).

In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht [Vgl. Eph 1,22-23]... In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch [Vgl. AG 4] und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben. Sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist [Vgl. Mt 28,19]: „Zum neuen Volk Gottes werden alle Menschen gerufen.

Deswegen muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich die Absicht des Willens Gottes erfüllen, der die Menschennatur am Anfang als eine gegründet und beschlossen hat, seine Kinder, die zerstreut waren, schließlich zur Einheit zu versammeln ... Jede Teilkirche ist katholisch... Diese Teilkirchen sind „nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche“ (LG 23).

Die Teilkirchen sind im Vollsinn katholisch durch die Gemeinschaft mit einer von ihnen: mit der Kirche von Rom, „die den Vorsitz in der Liebe führt" (Ignatius v. Antiochien, Rom. 1,1). „Mit dieser Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges notwendig jede Kirche übereinstimmen, das heißt die Gläubigen von überall" (Irenäus, kur. 3,3,2; übernommen vom 1. Vatikanischen K.: DS 3057)...

Die reiche Vielfalt von Kirchenordnungen, liturgischen Riten, theologischen und geistlichen Erbgütern, die den Ortskirchen zu eigen sind, „zeigt die Katholizität der ungeteilten Kirche in besonders hellem Licht" (LG 23).

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