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Diese Serie beinhaltet 7 Themen und steht unter dem Haupttitel "Die Sünde" .Sie können mit der Taste F5 die nächste Predigt aufrufen.


Die Unkeusch­heit als Wur­zel­sünde

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

In der ver­gan­ge­nen Woche ging eine Mel­dung durch die Zei­tung: Nur noch 18% der Katho­li­ken haben Ver­ständ­nis für die gott­ge­weihte Ehe­lo­sig­keit des katho­li­schen Pries­ters. Ein Sozio­lo­gie­pro­fes­sor emp­fahl der katho­li­schen Kir­che, ihre sitt­li­chen Nor­men in bezug auf die geschlecht­li­che Sitt­lich­keit zu ändern. Das sei der Grund für die hohe Zahl von Kir­chen­aus­trit­ten, 143.000 im Jahre 1990. Gegen diese Zah­len und Rat­schläge steht das Evan­ge­lium, steht die Hei­lige Schrift. „Wis­set ihr nicht, daß ihr Tem­pel Got­tes seid, daß der Geist Got­tes in euch wohnt? Kein Unrei­ner und Unzüch­ti­ger wird Christi Reich erben. Ein jeder wisse seine Frau in Hei­lig­keit zu besit­zen, nicht in aus­ge­las­se­ner Lust wie die Hei­den.“ Die christ­li­chen Nor­men über die Sitt­lich­keit sind nicht von der Kir­che ver­faßt. Sie haben Gott zum Urhe­ber. Wenn die Kir­che sie ver­kün­det, dann bleibt sie ihrem Herrn treu; und wenn sie sie ändern würde, fiele sie von ihrem Herrn ab. Sie wäre dann viel­leicht ein raf­fi­niert arbei­ten­der reli­giö­ser Ver­ein, aber sie wäre nicht mehr die Kir­che Christi. Das ist eben der Unter­schied zwi­schen einer Säule und Grund­feste der Wahr­heit, wie es die katho­li­sche Kir­che ist, und den davon getrenn­ten reli­giö­sen Gemein­schaf­ten, daß die eine bei dem bleibt, was Gott ihr zuspricht, und daß die ande­ren nach dem Begeh­ren und den Wün­schen der Men­schen fra­gen und danach ihre Ver­kün­di­gung aus­rich­ten.

Gott hat den Geschlechts­trieb mit der damit ver­bun­de­nen Lust in den Men­schen hin­ein­ge­setzt, damit die Art erhal­ten wird. Der Geschlechts­trieb ist ein Lebens­trieb. Er ist hin­ge­rich­tet auf die Weckung von Leben. Er ist kein Lust­trieb, son­dern die Lust ist die Bei­gabe der Aus­rich­tung des Trie­bes auf das Leben. Die ein­zige legi­time Erfül­lung die­ses Lebens­trie­bes erfolgt in der gül­ti­gen Ehe. Die Bedeu­tung die­ses Gegen­stan­des ergibt sich dar­aus, daß der Zweck ein so hoher ist. Die Art soll erhal­ten wer­den, die Fami­lie soll geschaf­fen wer­den als Pflanz­schule der Gesell­schaft, der Kir­che und des Staa­tes. Sein Gewicht ergibt sich auch dar­aus, daß die indi­vi­du­el­len und sozia­len Fol­gen der Ver­let­zung die­ses Trie­bes von schreck­li­cher Gewalt sind. Kein Trieb im Men­schen ver­dun­kelt den Ver­stand, min­dert die Herr­schaft der Ver­nunft so stark wie die­ser. Des­we­gen ist jede außer­halb der Ehe direkt gewollte sexu­elle Lust eine schwere Sünde.

Die Sün­den gegen die Keusch­heit sind man­nig­fa­cher Art. Es sind sol­che, die sich inner­halb des natür­li­chen Gebrau­ches der Geschlechts­kraft hal­ten, und sol­che, die dage­gen ver­sto­ßen. Inner­halb des natür­li­chen Gebrau­ches der Geschlechts­kraft ver­bleibt die außer­ehe­li­che Unzucht. Wir alle wis­sen, wie häu­fig die­ses Las­ter ist. Man rech­net in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land täg­lich mit 1 Mil­lion Ehe­brü­chen. Gegen die Natur ist der geschlecht­li­che Trieb, wenn er sich auf das glei­che Geschlecht rich­tet oder gar, wie es auch vor­kummt, auf Tiere. Wir haben ein­mal in der Uni­ver­si­tät einen Vor­trag des deut­schen Gene­ral­kon­suls in Istan­bul gehört. Er berich­tete uns von Tür­ken, die sich Ese­l­in­nen hal­ten. Keine Schänd­lich­keit ist auf die­sem Gebiete groß genug, um nicht von Men­schen began­gen zu wer­den. Der Mensch ist außer­or­dent­lich erfin­de­risch in der Ver­let­zung der hei­li­gen Gesetze Got­tes. Des­we­gen ist es not­wen­dig, meine lie­ben Freunde, auf die Fol­gen zu schauen. Aus den Fol­gen kann man Abscheu vor der Ver­let­zung der Keusch­heit gewin­nen, und die Fol­gen sind ver­hee­rend.

Zunächst die indi­vi­du­el­len Fol­gen. Die Ver­let­zung der Keusch­heit macht den Men­schen unemp­fäng­lich für das Geis­tige. Er ist näm­lich dau­ernd damit beschäf­tigt, sei­nem Trieb zu die­nen. Er wird unbe­stän­dig und über­eilt und unlus­tig, wenn er die Erfül­lung die­ses Trie­bes nicht fin­det. Er wird gleich­gül­tig gegen die wahre Ehre, gegen Hab und Gut. Im Jahre 1930 wurde ein Film auf­ge­führt, der heute noch zu sehen ist: „Der blaue Engel“. Die­ser Film zeigt einen bra­ven Gym­na­si­al­leh­rer, wie er den Rei­zen einer Frau ver­fällt, wie er von Stufe zu Stufe sinkt, gede­mü­tigt wird, sein Amt ver­liert, als Bajazzo in einem Tin­gel­tan­gel auf­tritt und schließ­lich nach der Untreue sei­ner Frau an gebro­che­nem Her­zen stirbt. Die­ser Film ist ein erschüt­tern­des Bei­spiel dafür, wie es einem Men­schen ergeht, der der Lei­den­schaft nicht wider­steht.

Wei­tere Fol­gen des Miß­brauchs des Geschlechts­trie­bes sind Auf­leh­nung gegen die Auto­ri­tät, Trotz gegen die Kir­che, die die Nor­men der geschlecht­li­chen Sitt­lich­keit ver­kün­det, ja Abfall vom Glau­ben, Irr­glaube, Unglaube. Der König Hein­rich VIII. von Eng­land ver­faßte in sei­ner guten Zeit eine Schrift, in der er die sie­ben Sakra­mente gegen Luther ver­tei­digt. Er bekam vom Papst den Titel „Defen­sor fidei“, Ver­tei­di­ger des Glau­bens, ver­lie­hen. Aber dann wen­dete er sich zum Schlech­ten, fiel vom Glau­ben ab und zog sein gan­zes König­reich in den Abfall hin­ein. Was war der Grund? Der Grund war die Unkeusch­heit. Er war ein Ehe­bre­cher; und weil die Kir­che sei­nen Wün­schen nicht zu Wil­len war, des­we­gen erhob er sich gegen diese Kir­che und führte Eng­land in das Schisma und schließ­lich in die Häre­sie.

In den Jahr­zehn­ten, meine lie­ben Freunde, in denen ich als Seel­sor­ger tätig bin, habe ich immer wie­der die ver­hee­ren­den Fol­gen der Unkeusch­heit, auch in bezug au den Glau­ben, erlebt. Wenn junge Men­schen spü­ren, daß ihren uner­leuch­te­ten Wün­schen sich der Glaube ent­ge­gen­stellt, die Ver­kün­di­gung der Kir­che, die Sit­ten­lehre, dann begin­nen sie lau zu wer­den im Emp­fang der Sakra­mente, im Besuch des Got­tes­diens­tes; dann feh­len sie immer öfter bei den Grup­pen­stun­den, sie hören auf zu beten, es ver­fins­tert sich ihr Sinn, und schließ­lich wer­den sie ganz abstän­dig. Der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler und Staats­mann Cha­teaubriand hatte ein­mal eine Gesell­schaft von Künst­lern und Gelehr­ten bei sich. Und wie es so üblich ist, wurde in die­ser Gesell­schaft geläs­tert über Gott und Kir­che und Reli­gion. Da sagte Cha­teaubriand zu sei­nen Gäs­ten: „Nicht wahr, meine Her­ren, wenn Sie keusch wären, dann wür­den Sie alle gläu­bige Katho­li­ken sein?!“ Dar­auf­hin schwie­gen seine Gäste betre­ten oder lächel­ten unsi­cher.

Die sozia­len Fol­gen der Ver­let­zung der hei­li­gen Gesetze Got­tes über dem Leibe sind ebenso erschre­ckend. Häu­fig sind Krank­hei­ten eine Aus­wir­kung der Ver­let­zung der Lebens­ge­setze. Ich habe einen erschüt­tern­den Fall erlebt, meine lie­ben Freunde, den ich nicht ver­ges­sen konnte. Einst hielt ich einem jun­gen Pries­ter die Pre­digt zu sei­ner Pri­miz. Einige Jahre spä­ter besuchte mich unser Bischof Leh­mann und bat mich, den jun­gen Mann zu beer­di­gen. Ja, war er gestor­ben? Er war gestor­ben, wie es offi­zi­ell hieß, an einer unty­pi­schen Lun­genent­zün­dung. Aber an einer Lun­genent­zün­dung stirbt man heute nicht mehr. Der wahre Grund war die Krank­heit, die man Aids nennt. Wir wis­sen, wie man zu die­ser Krank­heit kommt. Die Ver­let­zung der Lebens­ge­setze Got­tes zer­reißt Fami­li­en­bande, zer­tüm­mert die Treue in den Fami­lien, ver­letzt die Seele des ande­ren Gat­ten. So viele Ehe­schei­dun­gen gehen auf Ehe­brü­che, auf Ver­let­zung der ehe­li­chen Treue, zurück. Die Folge sind die getrenn­ten Gat­ten, die in Elend und in Kum­mer leben, sind aber auch die Kin­der, die ver­las­sen sind, die zwar einen Vater haben und eine Mut­ter, aber keine Eltern. Die Schei­dungs­wai­sen, wie man sie nennt, sind die Opfer die­ser Zer­rüt­tung der Fami­lien, oft mit schwe­ren see­li­schen Schä­den infolge der Kon­flikte und der Begleit­um­stände der Schei­dun­gen.

Alle diese erschre­cken­den Fol­gen, meine lie­ben Freunde, sind geeig­net, uns mit Hoch­ach­tung vor den Geset­zen Got­tes in bezug auf die geschlecht­li­che Sitt­lickeit zu erfül­len, sind aber auch geeig­net, uns die not­wen­di­gen Hilfs­mit­tel in die Hand neh­men zu las­sen, um die Keusch­heit zu bewah­ren. Es sind ihrer fünf. Das erste und wich­tigste Mit­tel ist die Beherr­schung. Man muß Herr sein über seine Triebe. In jedem Men­schen stei­gen häß­li­che Wün­sche und böse Absich­ten auf. Aber man muß über die Herr wer­den, man muß sie beherr­schen. Man muß beherrscht leben in jeder Hin­sicht. Man ist nicht nur auf einem Gebiete unbe­herrscht, man muß beherrscht sein im Reden, im Essen, im Trin­ken, im Rau­chen; man muß in jeder Hin­sicht beherrscht sein, wenn man auf dem Gebiete des Geschlecht­li­chen beherrscht sein will. Der römi­sche Feld­herr Sci­pio Afri­ca­nus, der Besie­ger Han­ni­bals, hatte auf sei­nem Monu­ment den Spruch ste­hen: „Sein schöns­ter Sieg war die besiegte Lust“. Sci­pio Afri­ca­nus war ein her­vor­ra­gend beherrsch­ter Mann, der von sei­nen Sol­da­ten des­we­gen ver­ehrt wurde. Als er in Spa­nien den Feld­zug führte, brachte man ihm nach der Ein­nahme Car­ta­gena eine wun­der­schöne spa­ni­sche Jung­frau. Der Feld­herr hatte nichts ande­res zu tun, als daß er diese Jung­frau ihrem Vater und ihrem Ver­lob­ten unver­sehrt zurück­schickte. Sein schöns­ter Sieg war die besiegte Lust.

Das zweite Hilfs­mit­tel ist das Mei­den der Gele­gen­heit. Man muß sich vor Orten, Beschäf­ti­gun­gen, Gesell­schaf­ten und Men­schen hüten, in denen Gefah­ren für die Keusch­heit zu fin­den sind. Das beginnt mit der Lek­türe; man muß wis­sen, was man liest. Das beginnt bei den Fil­men; man muß wis­sen, was man sich ansieht. Das beginnt bei Gesprä­chen; man muß wis­sen, zu wem man sich hin­setzt. Der Frei­herr vom Stein, also der Mann, der hier vor unse­rem Rat­haus ein Denk­mal gesetzt bekom­men hat, war ein­mal am Hofe des Groß­her­zogs von Wei­mar, des Gön­ners von Goe­the. Da wur­den schlüpf­rige Geschich­ten erzählt, auch vom Groß­her­zog. Der Frei­herr vom Stein saß mit fins­te­rer Miene da. Da sagte der Groß­her­zog zu ihm: „Sie wer­den ja doch wohl auch nicht wie der keu­sche Josef gelebt haben?“ Da gab ihm der Frei­herr vom Stein zur Ant­wort: „Ich habe immer sitt­sam gelebt und bedauere es sehr, daß ein Fürst vor sei­nen jun­gen Offi­zie­ren der­ar­tige schlüpf­rige Gesprä­che führt.“ Man muß die Gele­gen­heit mei­den, wenn man die hei­li­gen Gesetze Got­tes über der Keusch­heit beach­ten will.

Ein drit­ter Punkt ist unab­läs­sige Arbeit. Arbeit besitzt the­ra­peu­ti­schen Wert. Auch in bezug auf die Bewah­rung der Keusch­heit gilt: Müßig­keit ist aller Las­ter Anfang. Wir sol­len uns müde arbei­ten, auch durch kör­per­li­che Arbeit. Ich habe immer den Semi­na­ris­ten emp­foh­len, ent­we­der kör­per­lich zu arbei­ten oder wenigs­tens aus­gie­big Sport zu trei­ben, um sich auch kör­per­lich zu betä­ti­gen und zu ermü­den. Unab­läs­sige Arbeit ist ein Hilfs­mit­tel für die Erhal­tung der Keusch­heit.

Das vierte Mit­tel ist das andau­ernde Gebet. Wer nicht um die Gaben Got­tes betet, dem wer­den sie auch nicht gege­ben. Die Gaben Got­tes wol­len erbe­tet sein. Unter den Gebe­ten, die für die Keusch­heit beson­ders hilf­reich und nütz­lich sind, ist das Gebet zur Mut­ter Got­tes, der reins­ten Jung­frau, der keu­sches­ten Jung­frau, der unver­sehr­ten Jung­frau, der unbe­fleck­ten Jung­frau an der Spitze. Sie haben viel­leicht gehört von der alten deut­schen Sage von Tann­häu­ser. Er ist im Zau­ber­berg bei der Frau Venus und fühlt sich von dem Leben im Zau­ber­berg ganz krank und siech und ver­langt fort, aber sie läßt ihn nicht gehen. „Herr Rit­ter, wollt Ihr Urlaub haben? Ich will Euch kei­nen geben“, sagt die Frau Venus. Sie lügt, er habe ihr ewige Treue geschwo­ren: „Ihr habt mir einen Eid geschwo­ren, Ihr wollt nie von mir wan­ken.“ Er leug­net das und spricht von den erns­ten Gedan­ken von Schuld und Strafe, die durch seine Seele zie­hen. Sie ver­sucht ihm sol­che angeb­li­chen Tor­hei­ten aus­zu­re­den: „Ihr sagt viel von der Hölle Glut. Habe es doch nie emp­fun­den. Die Welt an mei­nem roten Mund, der lacht euch zu allen Stun­den!“ Da über­kommt es ihn mit Bit­ter­keit: „Mein Leben, das ist mor­gen krank, ich mag nicht län­ger blei­ben.“ Dann erkennt er auch die wahre Natur der Ver­füh­re­rin und schleu­dert ihr die Worte ins Gesicht: „Frau Venus, edle Fraue zart, Ihr seid eine Teu­fe­line.“ Trotz­dem fühlt er, daß der Bann ihrer Zau­ber­künste noch nicht gebro­chen ist. Und da erin­nert er sich einer ande­ren Frau, jener, die der Schlange den Kopf zer­trat. Er kniet nie­der und betet: „Maria, Mut­ter, reine Magd, nun hilf mir von dem Weibe!“ Ich hatte in der Schule einen Leh­rer, der als sehr har­ter Mann bekannt war. Er unter­rich­tete auch Sport und ver­langte viel von sei­nen Schü­lern. Wir wuß­ten gar nicht, daß er katho­lisch war, weil er offen­sicht­lich reli­giös nicht prak­ti­zierte. Aber eines Tages machte er eine Äuße­rung, die ich nie ver­ges­sen habe. Er sagte: „Jungs, ich habe in mei­ner Jugend Maria ver­ehrt, und ich bin damit keusch durch meine Jugend gegan­gen.“ Das Wort die­ses rau­hen, har­ten Man­nes habe ich nie ver­ges­sen.

Schließ­lich das fünfte Mit­tel ist die regel­mä­ßige Beichte. Sie alle wis­sen, meine lie­ben Freunde, daß der Emp­fang des Bußsa­kra­men­tes in unse­rer Kir­che zusam­men­ge­bro­chen ist, nicht weil die Leute nicht mehr beich­ten wol­len, son­dern weil der Kle­rus es ihnen abge­wöhnt hat. Die Ver­drän­gung der Sünde und der Ver­lust der Rei­ni­gung im Bußsa­kra­ment sind viel­leicht etwas vom Schreck­lichs­ten, was sich in den letz­ten zwan­zig, drei­ßig Jah­ren in unse­rer Kir­che zuge­tra­gen hat. Las­sen Sie sich von der fal­schen, ver­füh­re­ri­schen These: „Wir sind ja alle gut und kom­men in den Him­mel“ nicht beein­flus­sen! Beich­ten Sie treu, wahr­haf­tig, auf­rich­tig! Beich­ten Sie regel­mä­ßig! Beich­ten Sie scho­nungs­los gegen sich sel­ber! Wer sich selbst nicht schont, den wird Gott scho­nen. Und die Beichte ist ein vor­züg­li­ches Hilfs­mit­tel, um aus dem Schlamm der Sünde wie­der befreit zu wer­den, um aber auch die Keusch­heit zu bewah­ren, weil man schon auf die fei­nen Aus­schläge des Gewis­sens gegen die Keusch­heit – etwa in der Scham­haf­tig­keit – ach­tet. Die Beichte erzieht dazu, auch die schein­bar gering­fü­gi­gen Ver­feh­lun­gen ernst zu neh­men.

So ist es also, meine lie­ben Freunde. Wir wol­len fest­hal­ten an den hei­li­gen Geset­zen Got­tes über der Ehe, über dem außer­ehe­li­chen Ver­hal­ten. Diese Gesetze sind Lebens­ge­setze. Es besteht kein Zwei­fel, daß sie rich­tig sind, auch wenn sie schwer zu ver­wirk­li­chen sind. Das Rich­tige ist meis­tens schwer. Las­sen wir uns nicht irre­ma­chen, leben wir viel­mehr mit der Kir­che! „Durch­glühe mir Herz und Nie­ren mit dem Feuer des Hei­li­gen Geis­tes, auf daß ich keu­schen Lei­bes dir die­nen und mit rei­nem Her­zen dir gefal­len möge!“

Amen.

Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May - Die Unkeuschheit als Wurzelsünde www.Glaubenswahrheit.org"

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