StartseiteDie SakramenteDie Beichte


Die Beichte ist ein großartiges Geschehen, ein Akt großer Liebe, nur hier können wir als Sünder, als Sündenbeladene hineingehen und herauskommen als Sünder, denen vergeben ist, als Sündenfreie.

Die Beichte ist niemals etwas anderes als in die Tat umgesetzte Demut. Wir nannten sie früher Bußsakrament; aber in Wahrheit handelt es sich um ein Sakrament der Liebe, um ein Sakrament der Versöhnung. Wenn sich eine Bresche auftut zwischen mir und Christus, wenn ein Riss durch meine Liebe geht, dann kann alles Mögliche diese Spalte auffüllen.

Die Beichte ist der Zeitpunkt, wo ich Christus erlaube, alles von mir zu nehmen, was spaltet, alles was zerstört. Dass ich Sünder bin, muss mir bewusst sein. Die meisten von uns laufen Gefahr zu vergessen, dass wir Sünder sind und dass wir als solche in die Beichte gehen.

Wir müssen uns an Gott wenden, um ihm zu sagen, wie tiefbetrübt wir sind über alles, was wir zu tun im Stande waren und was ihn verletzt hat. Der Beichtstuhl ist kein Ort für banale Unterhaltung oder bloßes Gerede.

Hier geht es nur um das Eine: um meine Sünden, meine Reue, meine Vergebung; darum, wie ich meiner Versuchungen Herr werden kann, wie ich Tugend in die Tat umsetzen kann und wie die Liebe zu Gott wachsen kann. (Sel. Teresa von Kalkutta )

Herr Jesus Christus, Du mein Erlöser und Richter! Siehe, ich unglücklicher Sünder habe von neuem vielfältig gefehlt und meine Seele mit allerlei Befleckung verunreinigt.

Mit tiefem Schmerz bekenne ich, dass ich mich aus menschlicher Gebrechlichkeit gegen Deine göttliche Allmacht vergangen, aus schuldbarer Unwissenheit gegen Deine göttliche Weisheit gesündigt und aus Bosheit Deine unschätzbare Güte missbraucht habe. Du aber gibst mir Hoffnung und Zuversicht aud die Nachlassung meiner Schuld. So will ich den in Demut und Reue dem Priester, Deinem Stellvertreter, meine Sünden bekennen, soweit ich mich ihrer erinnern kann. Aber auch alle vergessenen und lässlichen Sünden sollen in diese heilige Beichte eingeschlossen sein.

Mildreichster Vater, ich bitte Dich, Du wollest mit jenem Erbarmen auf mich blicken, mit dem Du auf Deinen Sohn geschaut hast, als Er am Ölberg auf Seinem Angesicht lag und unter der Last aller Sünden Blut schwitzte. Gib, dass Sein Leiden meine Reue ergänze und Sein allerheiligstes Blut die Flecken meiner Seele tilge.

Darum, o Vater der Erbarmung, erbarme Dich meiner und verleihe mir in Deiner Allmacht die Kraft, in Zukunft allem zu widerstehen, was Deinem heiligen Willen zuwider ist. Verleihe mir in Deiner unergründlichen Weisheit die Einsicht, alles zu meiden, was Dich verletzen könnte.

Gib mir endlich in Deiner so überschwänglichen Güte eine so beständige und treue Anhänglichkeit an Dich, dass ich niemals auch nur im geringsten von Deinem Willen abweiche. Amen

Die Beichte - meine Vorbereitung für die Eucharistiefeier.

meine Sehnsucht Herr führe mich.. durch mein Gebet verzeih mir Jesus und stärke mich


Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Auch meine Sünde ist verrat... Nur eine kleine Bußfertigkeit verlangt Gott von uns, um uns die Vergebung der Sünden zu gewähren.

Ewiges Leben durch Jesus oder ewige Verdammnis durch Satan!

  • Verdammnis oder Vergebung
    am Beispiel Judas & Petrus

Judas hatte laut ausgesprochen, dass er Reue empfand: „Ich habe gesündigt, ich habe einen unschuldigen Menschen ausgeliefert“ (Mt 27, 4). Satan aber hörte diese Worte und erkannte, dass Judas auf dem Weg sich zu bessern war, und erschrak über diese Verwandlung.

Dann überlegte er: „Sein Herr ist gütig; als er von ihm verraten werden sollte, weinte er über Judas' Schicksal und beschwor ihn auf jede nur mögliche Weise. Es würde mich wundern, wenn er ihn nicht sofort wieder aufnehmen würde, sobald er von ganzem Herzen Reue zeigt, wenn er ihn nicht wieder an sich ziehen würde, wenn er sich wieder aufrichtet und so zugibt, dass er sich geirrt hat. Ist sein Herr nicht dafür ans Kreuz gegangen?“

Nach diesen Überlegungen stürzte Satan den Geist des Judas in tiefe Verzweiflung; er löste eine tiefe Hoffnungslosigkeit in ihm aus, die ihn völlig aus der Fassung brachte; er hörte nicht auf ihn zu peinigen, bis es ihm gelang, ihn in den Selbstmord zu treiben: ihm die Regungen der Reue wegzunehmen und ihm dann das Leben zu nehmen. Wenn er am Leben geblieben wäre, wäre er gewiss gerettet worden:

Man braucht ja nur daran zu denken, wie Jesus mit seinen Peinigern umgegangen ist. Wenn Christus die gerettet hat, die ihn ans Kreuz geschlagen haben, wenn er sogar am Kreuz noch den Vater um Vergebung ihrer Schuld bat und für sie eintrat (Lk 23, 34): wie hätte er dann den Verräter nicht mit allem Wohlwollen wieder bei sich aufgenommen, vorausgesetzt, dieser hätte den Beweis seiner ehrlichen Umkehr erbracht?...

Petrus hatte bereits an der gemeinsamen Feier der heiligen Geheimnisse teilgenommen, und widerrief doch dreimal das, was er früher gesagt hatte. Seine Tränen erwirkten seinen Freispruch (Mt 26, 75; Joh 21, 15). Paulus, Christenverfolger, Gotteslästerer, der in seinem Dünkel nicht nur den Gekreuzigten, sondern auch seine Jünger verfolgt hatte, wurde nach seiner Umkehr Apostel.

Nur eine kleine Bußfertigkeit verlangt Gott von uns, um uns die Vergebung der Sünden zu gewähren. - Hl. Johannes Chrysostomus -

Kommentar

Schon rein menschlich gesehen befreit uns das Bekenntnis oder Geständnis der Sünden und erleichtert unsere Versöhnung mit den anderen. Durch das Geständnis stellt sich der Mensch den Sünden, die er sich zuschulden kommen ließ; er übernimmt die Verantwortung dafür und öffnet sich dadurch Gott und der Gemeinschaft der Kirche von neuem, um so eine neue Zukunft zu ermöglichen. Das Geständnis vor dem Priester bildet einen wesentlichen Teil des Bußsakramentes: ...

„Indem die Christgläubigen also alle Sünden, die [ihnen] ins Gedächtnis kommen, zu bekennen trachten, legen sie zweifellos alle der göttlichen Barmherzigkeit vor... Wenn sich [aber] der Kranke schämt, dem Arzt seine Wunde zu entblößen, so heut die Arznei nicht, was sie nicht kennt' (Hieronymus, Eccl. 10,11)" (K. v. Trient: DS 1680).

Es ist Vorschrift der Kirche, daß jeder Gläubige nach Erreichen des Unterscheidungsalters die schweren Sünden, deren er sich bewußt ist, wenigstens einmal im Jahr beichtet [Vgl. CIC, can. 989; DS 1683; 1708]... Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der läßlichen Sünden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen [Vgl. K. v. Trient: DS 1680; CIC, can. 988, § 2].

Das regelmäßige Bekenntnis unserer läßlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen. Wenn wir in diesem Sakrament öfter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen, wird es uns drängen, selbst barmherzig zu sein wie er [Vgl. Lk 6,36.]...

„Wenn du das, was du gemacht hast, zu verabscheuen beginnst, beginnen deine guten Werke, weil du deine schlechten Werke anklagst. Das Bekenntnis der schlechten Werke ist der Beginn deiner guten Werke. Du tust die Wahrheit und kommst ans Licht" (Augustinus, ev. Jo. 12,13).

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Bußgebet - Der schmerzhafte Rosenkranz


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