StartseiteEucharistiefeier - Hl. MesseDie Messe verstehenDer Priester

„Jahr der Priester”, das Papst Benedikt XVI. anlässlich des 150. Todestages des Heiligen Johannes Maria Vianney, des Pfarrers von Ars, der zum Patron aller Priester ernannt wurde, ausgerufen hat.

 


Tätigkeit des Priesters

Der Priester übt sein Amt aus, indem er in Wort und Tat den Glauben verkündet (vgl. Vatikanum II, Presbyterorum ordinis Nr. 4). Diese Verkündigung verdichtet sich in den Worten, wo mit Vollmacht die Sakramente gespendet werden.

Die vielfältigen Tätigkeiten des Priesters lassen sich mit den drei Ämtern Christi beschreiben: Lehre, Leitung und Heiligung. Der konkrete Zuschnitt der Aufgaben im einzelnen ist geschichtlich ziemlich wandelbar und obliegt den Bischöfen.

Sie übertragen zur Wahrnehmung der Seelsorge den Priestern ihre besonderen Funktionen, z.B. als Pfarrer, je nach den Erfordernissen der Ortskirche und nach den Gaben des einzelnen Priesters (vgl. PO 4). Über sein Tun wird jeder Priester vor Gott Rechenschaft ablegen.




 


Priester und Eucharistie

Da die Eucharistie Höhepunkt und Quelle des kirchlichen Lebens insgesamt ist (vgl. Vatikanum II, Sacrosanctum Concilium Nr. 10), muss auch der priesterliche Dienst vor allem von der Eucharistie her begriffen werden. Christus, der wahre Priester, hat durch sein Kreuzesopfer die Erlösung ein für allemal bewirkt, so dass dem nichts hinzugefügt werden kann. Dieses Opfer ist aber offen dafür, dass die Gläubigen darin eingehen, daran mitwirken (vgl. LG 10) und letztlich sich selbst als „lebendiges und heiliges Opfer" Gott darbringen (Röm 12,1). Dieser Zusammenhang wird in der Eucharistie gefeiert und vergegenwärtigt. Der Dienst des Priesters ist es, der Eucharistie vorzustehen. Dort repräsentiert er Christus - d.h. durch sein priesterliches Tun wird Christus im Vollzug seiner Liebe und Hingabe präsent. Zugleich repräsentiert der Priester die versammelte Gemeinde, deren Lob- und Lebensopfer er in den eucharistischen Gaben Gott darbringt.



 


Spiritualität des Priesters

Was der Priester kraft seines Amtes ist, bedarf der persönlichen und menschlichen Einholung. Der Dienst will in einer Weise gelebt sein, die sowohl den Anforderungen des Amtes entspricht als auch zugleich das individuelle menschliche Leben des Amtsträgers prägt und erfüllt. Die Lebensführung des Priesters wird also um eine entsprechende spirituelle Seite entwickeln. Stichworte sind hier die persönliche Christusfreundschaft („bei ihm sein" - Mk 3,14), die „caritas pastoralis" (die Gesinnung des Guten Hirten), die Communio im Presbyterium, die Verbundenheit mit den Gläubigen, der Eifer in der Seelsorge, die Vertrautheit mit der Heiligen Schrift, das Vorbild von Heiligen, der Schutz der Gottesmutter und vieles andere mehr.

Auszug : Regens Dr. Franz Joseph Baur,
Vorsitzender der Regentenkonferenz



 


Johannes Maria Vianney, der auch der 'heilige Pfarrer von Ars' genannt wird, lebte im 19. Jahrhundert. Der Film erzählt das Leben des heiligen Pfarrers von Ars und zeigt die Einfachheit und Aktualität seiner Botschaft.






Der Priester I
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