StartseiteFreiheit durch GlaubenGedanken zur Sünde


Wir Menschen sprechen oft über die Sünde: wir erzählen anderen, wir müssten umkehren, uns ändern, uns von der Sünde abkehren. Aber was ist "Sünde"?

Eine einfache Antwort wäre: alles, was man über den Willen Gottes stellt.
Diese Antwort könnte man aber auch in einer anderen Weise ausdrücken, die dann deutlicher macht, warum wir von der Knechtschaft der Sünde befreit werden müssen.

Wir Menschen - bestehend aus Leib und Seele - haben Begehren.
Das Problem des Sünde entsteht, wenn wir das Endliche über das Ewige (Gott) stellen
- wenn wir Schöpfung über den Schöpfer stellen (Vgl.: Römer 1,25).
Aber warum ist es böse, die Schöpfung über den Schöpfer - das Endliche über das Ewige - zu stellen?

Christus hilft, wenn Du willst -

Zunächst muss klar gemacht werden, dass Sünde mit "Wahl" zu tun hat.

Wir haben die Freiheit, das Endliche oder das Ewige zu wählen. Und: wir müssen eines von beiden über das andere stellen: wir können nicht gleichzeitig zwei "höchste Prinzipien" haben. Wir können nur einem Meister dienen (Vgl.: Matthäus 6,24)

Mit den zwei Wahlmöglichkeiten, ergeben sich zwei mögliche Konsequenzen - je nachdem, welches oberste Prinzip man wählt:

erste Möglichkeit: man stellt das Endliche über das Ewige:
Diese Wahl führt zwangsläufig zum Leid, da sie dem Weg des Verlustes dessen folgt, welches man für das Wichtigste im Leben hält.

Die Bindung an alles Endliche führt zu Verlust - und somit zum Leid. Da es aber ein grundlegendes Begehren des Menschen ist, glücklich zu sein - die wahre Erfüllung zu finden -, wird derjenige, der sich für diese Möglichkeit entschieden hat und Verlust hat erleiden müssen, sich weiterhin darum bemühen, in anderen endlichen Dingen die ersehnte Erfüllung zu finden. Er kann denselben Akt, der schon zu Verlust geführt hat, wiederholen oder diesen mit einem anderen endlichen Objekt seines Begehrens ersetzen - um glücklich zu sein.

Das grundlegende Begehren nach Glück oder Erfüllung im Rahmen des Endlichen führt zu einem sich wiederholenden Zyklus. Es wird zu einem Zyklus des Suchens und des Verlierens. Es gibt keinen Ausweg: das Leid ist unvermeidlich - bis derjenige, der sucht, eines Tages nicht mehr ist.

Es gibt also kein bleibendes Glück, keine wahre Erfüllung, in dem Hang zu Endlichem.
Dieser Weg ist der des illusorischen Glückes, das die Person versklavt: er zwingt ihn Teil eines Zyklus zu sein, der nicht vom Leid befreien kann. Die Person verliert also ihre Würde: sie wird Sklave des eigenen Begehrens, der eigenen Wahl. Sie ist nicht frei, sondern gefangen vom Zyklus.

Dieser Weg ist der Weg des Todes.

zweite Möglichkeit: man stellt das Ewige über das Endliche:

In diesem Szenario stellt eine Person Gott den Schöpfer, Urheber allen Seins, über die Schöpfung, die endlichen Dinge.

Gott ist: Er hat weder Anfang noch Ende. Es wird also keinen Verlust geben.
Den Schöpfer suchen bedeutet die Wahrheit suchen: den Sinn und den Grund für alles, was geworden ist. Die Wahrheit ist diejenige, die alle Illusionen zerstört: sie nimmt die Maske der Täuschung ab. Darum befreit sie von dem Zyklus der Versklavung durch endliche Dinge.

Man stellt nicht Haus, Auto, Hund, oder Ähnliches, oder gar sich selbst über alles Andere. Denn all diese werden einst vergehen. Die endliche Fassade aller Dinge wird verschwinden. Das Ewige sollte unser höchstes Interesse, under höchstes Begehren, sein.

Gott ist die Wahrheit und die Wahrheit ist ewig: sie ist weder veränderbar, noch auflösbar: sie ist. Es ist die Wahrheit, die uns befreit. Sie ist der Weg der wahren und ewigen Erfüllung: der Weg des Lebens.

"Dann werden ihr die Wahrheit erkennen, und die Freiheit wird euch befreien" (Johannes 8,32).

"Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei" (Johannes 8,36).

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." - Christus Jesus (Johannes 14,6)

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