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Die Heilige Schrift mit Kommentare zur Hl. Schrift mit Papst Benedikt XVI & Papst Franziskus

Hier erfahren sie einige Gedanken - Kommentare zum neuen Testament durch den Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI & Papst Franziskus (© Liberia Editrice Vaticana / © St. Benno-Verlag) / ©Evangelizo.org 2001-2013

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Im Grab

57 Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu.
58 Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen.
59 Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein Leinentuch.
60 Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg.
61 Auch Maria aus Magdala uns sie andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber.
62 Am nächsten Tag gingen die Hohenpriester und diePharisäer gemeinsam zu Pilatus; es war der Tag nach dem Rüsttag.
63 Sie sagten: Herr, es fiel uns ein, dass dieser Betrüger, als er noch lebte, behauptet hat: Ich werde nach drei Tagen auferstehen.
64 Gib also den Befehl, dass das Grab bis zum dritten Tag sicher bewacht wird. Sonst könnten seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volk sagen: Er ist von den Toten auferstanden. Und dieser letzte Betrug wäre noch schlimmer als alles zuvor.
65 Pilatus antwortete ihnen: Ihr sollt eine Wache haben. Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt.
66 Darauf gingen sie, um das Grab zu sichern. Sie versiegelten den Eingang und ließen die Wache dort. Aus Matthäus 27

Meditation am Karsamstag: Das Schweigen Gottes

Der Karsamstag ist von tiefem Schweigen gekennzeichnet. Die Kirchen sind schmucklos und es sind keine besonderen Liturgien vorgesehen. Während die Gläubigen das große Ereignis der Auferstehung erwarten, verharren sie mit Maria in Gebet und Betrachtung. Es bedarf in der Tat eines Tages des Schweigens, um über die Wirklichkeit des menschlichen Lebens nachzudenken, über die Kräfte des Bösen und über die große Kraft des Guten, das aus dem Leiden und der Auferstehung des Herrn hervorgeht. Große Bedeutung kommt an diesem Tag dem Empfang des Sakraments der Versöhnung zu, dem unverzichtbaren Weg, um das Herz zu reinigen und sich vorzubereiten, das Osterfest innerlich erneuert zu feiern. Wenigstens einmal im Jahr bedürfen wir dieser inneren Reinigung, dieser Erneuerung unserer selbst.

Dieser Samstag des Schweigens, der Betrachtung, der Vergebung und der Versöhnung mündet ein in die Osternacht, die uns in den wichtigsten Sonntag der Geschichte eintreten lässt, den Sonntag des Pascha Christi. Die Kirche wacht neben dem gesegneten neuen Feuer und betrachtet die große, im Alten und im Neuen Testament enthaltene Verheißung der endgültigen Befreiung von der alten Knechtschaft der Sünde und des Todes. Im Dunkel der Nacht wird am neuen Feuer die Osterkerze entzündet, Symbol für Christus, der glorreich aufersteht. Christus, Licht der Menschheit, vertreibt die Finsternis des Herzens und des Geistes und erleuchtet jeden Menschen, der auf die Welt kommt. Neben der Osterkerze erklingt in der Kirche die große österliche Verkündigung: Christus ist wahrhaft auferstanden, der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Durch seinen Tod hat er das Böse für immer besiegt und allen Menschen das Leben Gottes geschenkt. Während der Osternacht empfangen nach einer alten Tradition die Katechumenen die Taufe, um die Teilhabe der Christen am Geheimnis des Todes und der Auferstehung Christi hervorzuheben. Von der strahlenden Osternacht breiten sich die Freude, das Licht und der Friede Christi im Leben der Gläubigen jeder christlichen Gemeinde aus und erreichen jeden Punkt des Raumes und der Zeit.


 


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