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Hier erfahren sie einige Gedanken - Kommentare zum neuen Testament durch den Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI & Papst Franziskus (© Liberia Editrice Vaticana / © St. Benno-Verlag) / ©Evangelizo.org 2001-2013

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Evangelium nach Johannes 14,27-31a.

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier.


Kommentar Joseph Kard. Ratzinger [Papst Benedikt XVI.

Der Evangelist Johannes führt die beiden Sakramente (Taufe und Eucharistie) bis zum Kreuz zurück. Er sieht sie aus der offenen Seite des Herrn strömen (19,34) und begreift dies als Erfüllung eines Wortes in Jesu Abschiedsrede: „Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück“ (griechisch). „Ich gehe und zur gleichen Zeit komme ich; mein Fortgang – der Tod am Kreuz – ist auch mein Kommen.“ Solange wir leben, ist unser Leib nicht nur Brücke, die uns miteinander verbindet, sondern auch Schranke, die uns trennt, die uns in unser unzugängliches kleines Ich einschließt. Die offene Seite des Herrn wird zum Symbol der neuen Öffnung, die er sich im Tod erwirkt hat. Von nun an ist die Schranke seines Leibes aufgehoben. Blut und Wasser fließen aus seiner Seite in einem gewaltigen Strom durch die Geschichte.

Als Auferstandener ist er der Freiraum, in den zu treten wir alle eingeladen sind. Seine Wiederkunft ist nicht ein am fernen Ende der Zeiten stattfindendes Ereignis: sie hat schon in seiner Todesstunde stattgefunden, wo er in seinem Weggehen auf neue Weise zu uns kam. So hat sich im Tod des Herrn das Geschick des Weizenkornes erfüllt: wenn es nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht (Joh 12,24). Wir alle leben noch von dem Ertrag dieses Weizenkorns, das gestorben ist. Im eucharistischen Brot nehmen wir die unerschöpfliche Brotvermehrung der Liebe Christi entgegen, die ergiebig genug ist, den Hunger aller Zeiten zu stillen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel - Copyrigth ©Evangelizo.org 2001-2012


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
©Evangelizo.org 2001-2012«*

 


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