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Gedankensplitter

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen ..

"Das Licht auf den Leuchter stellen"

Einer der Kirchenväter (der hl. Johann Chrysostomus) schreibt: „Christus hat uns in dieser Welt zurückgelassen, damit wir wie Lampen sind... damit wir wie Sauerteig wirken... damit wir Saatgut sind; damit wir Frucht bringen. Wenn unser Leben davon etwas widerspiegeln würde, bräuchten wir den Mund nicht aufzumachen. Könnten wir Werke vorweisen, wären Worte überflüssig. Es gäbe keinen einzigen Heiden, wenn wir wirklich Christen wären.

Wir dürfen nicht den Fehler machen zu glauben, das Apostolat beschränke sich auf ein paar fromme Praktiken. Du und ich, wir sind Christen; zugleich aber und unablässig sind wir Bürger und Berufstätige mit sehr klaren Verpflichtungen. Ihnen müssen wir auf vorbildliche Weise nachkommen, wenn wir uns ernsthaft heiligen wollen. Jesus selber drängt uns dazu: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter, dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“(Mt 5,14-16).

Was auch immer ihr beruflich tut, es wird zu einem Licht, das eure Kollegen und Freunde erleuchtet. Deshalb sage ich immer wieder...: Ich halte nichts davon, wenn man mir sagt, dass der und jener ein guter Sohn ist, ein guter Christ – und dabei ist er ein schlechter Schuhmacher! Wenn er sich keine Mühe gibt, seinen Beruf gründlich zu erlernen und ihn sorgfältig auszuüben, kann er ihn nicht heiligen und ihn auch nicht dem Herrn darbringen. Die Heiligung der Alltagsarbeit ist sozusagen das Scharnier echter Spiritualität für uns alle, die wir eng mit den irdischen Gegebenheiten verflochten sind und doch entschieden den Umgang mit Gott suchen.
Gott erwartet von uns nicht, dass wir erfolgreich sind, sondern dass wir am Reich Gottes arbeiten.
In unserer Zeit - das Vergessen auf Gott den Vater...

Unsere Vater-Vergessenheit rührt einmal daher, daß wir in unserem Denken und beten oft nicht "liturgisch" sind. Die Liturgie mit ihren uralten Formeln und Riten ist ja eine Lehrmeisterin des rechten Glaubens. "Lex credendi, lex orandi". Wem aber ist bewußt, daß sich alle Gebete der Heiligen Messe (mit wenigen Ausnahmen) an den Vater, den allmächtigen Gott richten.

Der Vater wird nicht nur immer an erster Stelle genannt, er ist auch das Ziel aller unserer Gebete, zu ihm steigen unsere Bitten durch den gottmenschlichen Mittler Jesus Christus im Heiligen Geist auf.

Natürlich dürfen und sollen wir direkt zu Jesus Christus oder direkt zum Heiligen Geist beten; natürlich dürfen und sollen wir die Hilfe und Fürsprache der Gottesmutter, der Engel und Heiligen anrufen.

Aber wir müssen uns fragen: Ist uns bewußt, daß alle unsere Gebete von diesen nur gleichsam "nach oben" getragen werden und ihren letzten Ort der Erhörung in Gott, dem Vater dem allmächtigen haben?

Gerade bei der Heiligen Messe wird deutlich, daß der Vater das letzte Ziel der Anbetung und Verherrlichung ist. Alle Gebete gehen an ihn. Christus wird als Sühneopfer auf dem Altar gegenwärtig. Am Schluß des Hochgebetes betet der Priester: "Durch ihn und mit ihm und in ihm ist Dir, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre."


In der Liturgie stehen wir also immer vor dem allmächtigen Gott, und das ist uns oft zu wenig bewußt.

Hans Urs von Balthasar hat gesagt, daß unser Geist unmittelbar an den göttlichen Geist grenzt, so müssen wir ihm unsere Herzen entgegen erheben. Im Heiligen Geist und durch den Sohn Jesus Christus erklingen unsere Gebete. Alle Priester sollten bedenken, daß sie wie Mose niemand geringerem als dem allmächtigen Gott die Arme entgegen breiten, wenn sie die Gläubigen auffordern: "Lasset uns beten!"

Vom Allerheiligsten Sakrament

Weil im Altarsakrament Christus selbst gegenwärtig ist, ist es in Anbetung zu verehren. „Der Besuch des Allerheiligsten ist ein Beweis von Dankbarkeit, ein Zeichen von Liebe und eine Erfüllung der Pflicht, Christus, unseren Herrn, anzubeten“

Weil Christus von dieser Welt zum Vater gegangen ist, gibt er uns in der Eucharistie das Unterpfand seiner kommenden Herrlichkeit. Die Teilnahme am heiligen Opfer macht unser Herz seinem Herzen gleich, unterstützt unsere Kräfte auf dem Pilgerweg dieses Lebens, läßt uns das ewige Leben ersehnen und vereint uns schon jetzt mit der Kirche des Himmels, mit der heiligen Jungfrau Maria und mit allen Heiligen.

Vom Allerheiligsten Sakrament des Altares und der heiligen Kommunion. 34 Fragen und 34 Antworten...

Wann verwandeln Bischöfe und Priester Brot und Wein in den heiligen Leib und in das heilige Blut Christi?
Antwort: Das geschieht bei der heiligen Messe. Diesen heiligsten Augenblick nennt man Wandlung.

Wozu hat Jesus Christus dieses Wunderbare Sakrament eingesetzt?

Antwort: Jesus Christus hat dieses Wunderbare Sakrament eingesetzt:
Erstens, um sich bei der heiligen Messe seinem himmlischen Vater immerfort für uns aufzuopfern.

Zweitens, um in der heiligen Kommunion unsere Seelenspeise zu werden.
Drittens, um auch als Mensch immerfort unter uns gegenwärtig zu sein.

 

Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.

Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre. Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, herrscht von Geschlecht zu Geschlecht. Halleluja!

Psalm 146,7.8-9.10.