"

Jesus, der Messias

Die Bibelfälscher - Wie wir um die Wahrheit betrogen werden (Klaus Berger)

»Was einige Theologen heutzutage über Jesus Christus schreiben ist schier unerträglich!« Klaus Berger, der streitbare alte Mann der neutestamentlichen Bibelexegese, räumt mit liebgewonnenen Legenden auf, die in seiner Kollegenzunft kreisen. Sein Befund: Die Bibelforschung strotzt vor Denkverboten, Ignoranz und philosophischen Moden, die ans Märchenerzählen grenzen. Schlimmer noch, auf diese Weise betreiben viele Theologen ungewollt das Geschäft der Atheisten: Sie verstellen den Weg zum Glauben. Berger hält dagegen: Jesus war kein Gutmensch, Gesundbeter und sanftmütiger Weisheitslehrer, sondern lebendiger Gott, der Teil unserer Geschichte geworden ist. Sein Buch öffnet dem Leser einen Zugang zu Jesus von Nazaret, der beide Perspektiven in den Blick nimmt: seine menschliche und seine göttliche Natur.

Link zur Buchbestellung

Mit der Taste "F5" können sie eine weitere Predigt lesen. Diese Serie beinhaltet 7 Themen und steht unter dem Haupttitel "Jesus, der Messias "
Die Wun­der­ta­ten Jesu

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Das Leben Jesu war im buch­stäb­li­chen Sinne ein wun­der­ba­res Leben. Die Wun­der, die das Leben Jesu beglei­ten, stam­men ent­we­der vom Vater im Him­mel oder sie wur­den von Jesus selbst gewirkt. Der Wun­der­s­tern, der den Weg zur Krippe wies, die Erd­be­ben, die das erschüt­ternde Ster­ben des Got­tes­soh­nes beglei­te­ten, wur­den vom Vater im Him­mel bewirkt. Aber Jesus selbst war auch ein Wun­der­tä­ter. An 20 Stel­len der Hei­li­gen Schrift wird davon gespro­chen, daß Jesus Zei­chen und Wun­der getan hat. Ins­ge­samt zählt man in den Evan­ge­lien 35 Wun­der Jesu. Alle Evan­ge­lis­ten berich­ten von der Brot­ver­meh­rung. Drei Evan­ge­lis­ten mel­den 12 Wun­der, zwei berich­ten von 6 Wun­dern, und die übri­gen wer­den nur jeweils von einem Evan­ge­lis­ten uns über­lie­fert. Zu den Wun­dern gehö­rem 3 Toten­er­we­ckun­gen, 9 Natur­wun­der, und viele Kran­ken­hei­lun­gen und Dämo­nen­aus­trei­bun­gen.

Gegen die Wun­der steht das Ratio­na­lis­ten­dogma auf: Es kann keine Wun­der geben. Ange­fan­gen von libe­ra­len Pro­tes­tan­ten wie Adolf von Har­nack bis zu den die Wun­der leug­nen­den soge­nann­ten katho­li­schen Theo­lo­gen der Gegen­wart gibt es eine erheb­li­che Schar von „Schrift­ge­lehr­ten“, wel­che die Wun­der schlecht­hin bestrei­ten. Sie geben ganz offen zu: nicht, weil die Quel­len sie nicht berich­ten, son­dern weil nach ihrer Mei­nung Wun­der nicht mög­lich sind.

Die Wun­der sind mit den Evan­ge­lien eng ver­knüpft. Man kann sie nicht her­aus­lö­sen, ohne die Evan­ge­lien zu zer­stö­ren. Man kann die Wun­der nicht als ein­ge­streute Stü­cke bezeich­nen, die man ohne Scha­den für das Ganze ent­fer­nen könnte. Die Wun­der sind mit Auf­bau, Zweck und Cha­rak­ter der Evan­ge­lien aufs engste ver­knüpft. Mit dem Auf­bau. Die Evan­ge­lien sind eben aus zwei Mas­sen gebil­det, näm­lich aus dem Redestoff und aus dem Taten­stoff. Die Wun­der sind mit dem Zweck der Evan­ge­lien eng ver­bun­den. Der Zweck ist näm­lich, zu zei­gen, daß Jesus der Mes­sias ist. Er kann aber nur der Mes­sias sein, wenn er sich auch als Mes­sias ver­hal­ten hat, nicht nur, wenn er als Mes­sias gere­det hat. Die Wun­der sind schließ­lich auch mit dem Cha­rak­ter der Evan­ge­lien ver­floch­ten; es sind näm­lich Augen­zeu­gen­be­richte, und von den Augen­zeu­gen gilt: „Wir kön­nen nicht von dem schwei­gen, was wir gese­hen und gehört haben.“ Wer die Wun­der ver­wirft, der muß die Evan­ge­lien ver­wer­fen.

Die Wun­der sind auch mit den Reden Jesu aufs engste ver­knüpft, und des­we­gen muß man sagen: Wer die Wun­der zurück­weist, muß auch die Reden Jesu zurück­wei­sen. Jesus benutzt näm­lich die Wun­der, um an sie anknüp­fend den Volks­mas­sen oder den Apos­teln Leh­ren zu unter­brei­ten. Er benutzt sie auch als Beweis für seine Leh­ren. Nach dem rei­chen Fisch­fang erklärt er den Apos­teln, daß er sie zu Men­schen­fi­schern machen werde. Als Johan­nes die Frage stellt, ob er der Mes­sias sei, da sagt er nicht: Ja, das bin ich, son­dern da sagt er: Seht auf die Taten! „Blinde sehen, Lahme gehen, Aus­sät­zige wer­den rein, Taube hören, Tote ste­hen auf, Armen wird Heils­bot­schaft ver­kün­det, und Heil dem, der sich an mir nicht ärgert!“ Die bei­den Städte Cho­ra­zin und Beth­saida wer­den vom Herrn des­we­gen mit einem Wehe­ruf bedacht, weil in ihnen so viele Wun­der gesche­hen sind. „Weh dir, Cho­ra­zin! Weh dir, Beth­saida! Denn wenn zu Tyrus und Sidon (in den heid­ni­schen Las­ter­städ­ten) die Wun­der gesche­hen wären, die bei euch gesche­hen sind, längst hät­ten sie in Sack und Asche Buße getan.“ Ja, wie kann er so etwas sagen, wenn in Cho­ra­zin und Beth­saida keine Wun­der gesche­hen wären, auf­se­hen­er­re­gende, uner­hörte Wun­der? Auch die Dis­pute mit den Pha­ri­sä­ern und Schrift­ge­lehr­ten las­sen sich nur erklä­ren, wenn sich die Hei­lun­gen Jesu am Sab­bat tat­säch­lich zuge­tra­gen haben. Denn sie sind ja der Anlaß für die Streit­ge­sprä­che.

Ganz eng ist die Ver­knüp­fung zwi­schen Brot­ver­meh­rungs­wun­der und eucha­ris­ti­scher Rede. Der Herr will den Apos­teln klar­ma­chen, daß er ihnen wirk­lich sein Fleisch geben kann, er, der eine, den vie­len. Wie kann er das bewei­sen? Er beweist es damit, daß er aus den weni­gen Bro­ten eine unab­seh­bare Menge speist. Der Schluß liegt nahe: Wer das kann, näm­lich eine große Menge mit weni­gen Bro­ten sät­ti­gen, der kann auch das andere, näm­lich mit sei­nem ver­klär­ten Leib eine unab­seh­bare Menge für das ewige Leben spei­sen.

Die Wun­der Jesu sind sodann ganz eng mit sei­nem Leben ver­knüpft. Die Gefolg­schaft, die er bei sei­nen Jün­gern fand, und die Anhäng­lich­keit der Mas­sen las­sen sich nur erklä­ren, wenn er nicht nur ein Pre­di­ger, son­dern auch ein Wun­der­tä­ter war. Und tat­säch­lich wird in den Evan­ge­lien oft und oft bezeugt, daß es gerade die Wun­der­ta­ten waren, die das Volk von sei­ner mes­sia­ni­schen Würde über­zeugt haben. Als er das Wun­der der Ver­wand­lung von Was­ser in Wein in Kana wirkte, da bemerkt der Evan­ge­list Johan­nes: „So wirkte Jesus sein ers­tes Wun­der, offen­barte dadurch seine Herr­lich­keit, und seine Jün­ger glaub­ten an ihn.“ Also der Glaube kam aus dem Wun­der, aus dem Erle­ben des Wun­ders. An einer ande­ren Stelle berich­tet der Evan­ge­list Johan­nes, warum die Mas­sen des Volkes ihn umdräng­ten. „Eine große Menge folgte ihm, da sie die Wun­der sahen, die er an den Kran­ken wirkte.“ Und ein ander­mal spra­chen die Men­schen: „Kann wohl der Mes­sias, wenn er kommt, mehr Wun­der wir­ken als die­ser tut?“ Sie bega­ben sich zu dem auf­er­weck­ten Laza­rus, weil sie das Wun­der nach­prü­fen woll­ten. Viele Juden gin­gen zu dem Laza­rus hin und glaub­ten an Jesus, weil sie die Bestä­ti­gung sahen von dem Ruf, der ihm vor­aus­ging, näm­lich daß er den Laza­rus ins Leben zurück­ge­ru­fen hatte. Als Jesus den Jüng­ling von Naim ins Leben rief, da spra­chen die Volks­mas­sen: „Ein gro­ßer Pro­phet ist unter uns auf­ge­stan­den, und Gott hat sein Volk heim­ge­sucht.“ Die Heim­su­chung geschah durch das Auf­tre­ten Jesu und durch die­ses uner­hörte Wun­der.

Auch die Geg­ner Jesu haben die Wun­der Jesu als Tat­sa­chen ange­nom­men. Sie haben sich über­zeugt gezeigt, daß er ein Wun­der­tä­ter sei. Als man dem Vier­fürs­ten Hero­des von Jesu Auf­tre­ten berich­tete, da sagte er: „Johan­nes der Täu­fer ist auf­er­stan­den, und darum wir­ken die Wun­der­kräfte in ihm.“ Wir wis­sen, daß er, als ihm Jesus im Pro­zeß vor­ge­führt wurde, ein Wun­der von Jesus sehen wollte, denn er hatte eben schon von sei­ner Wun­der­tä­tig­keit gehört. Ebenso haben die Pha­ri­säer und Schrift­ge­lehr­ten sich von der Tat­säch­lich­keit der Wun­der Jesu über­zeugt gezeigt. „Was tun wir, da die­ser Mann viele Wun­der wirkt?“ Sie waren rat­los, denn diese Wun­der haben eben die Mas­sen für ihn begeis­tert und gewon­nen. Die Feinde Jesu haben die Wun­der Jesu nicht geleug­net. Sie haben sie nur ver­kehrt erklärt. „Durch Beel­ze­bul, den obers­ten der Teu­fel, treibt er die Teu­fel aus.“ Also die Teu­fel­aus­trei­bun­gen selbst waren ihnen gewiß, aber sie schrie­ben sie dem bösen Geist zu, nicht dem guten, von dem Jesus geführt war.

Beson­de­rer Bezweif­lung unter­lie­gen die Natur­wun­der Jesu. Sie wer­den von den moder­nis­ti­schen Schrift­ge­lehr­ten durch die Bank abge­lehnt. Die Natur­wun­der Jesu, meine lie­ben Chris­ten, sind his­to­risch genauso gut beglau­bigt wie alle ande­ren Wun­der Jesu. Es besteht über­haupt kein Anlaß, eine irgend­wie gear­tete Unter­schei­dung zwi­schen von Jesus gewirk­ten Natur­wun­dern und ande­ren zu machen. Man ist groß­zü­gig auf sei­ten der Moder­nis­ten. Man sagt: Durch seine Sug­ges­tiv­kraft kann Jesus Kranke geheilt haben. Durch seine Sug­ges­tiv­kraft, also durch den star­ken Ein­druck sei­ner Per­sön­lich­keit! Ja, meine lie­ben Freunde, Sug­ges­tiv­kraft ist keine Wun­der­macht. Durch Sug­ges­tiv­kraft erzeugte Hei­lun­gen sind keine Wun­der­ta­ten. Das kön­nen andere auch. Vor über 40 Jah­ren trat in Mün­chen der Herr Grö­ning auf, der sich als Wun­der­tä­ter aus­gab und durch sei­nen star­ren Blick und durch seine Gewandt­heit angeb­lich – wie sich spä­ter her­aus­stellte, ohne nach­hal­ti­gen Erfolg – Men­schen heilte. Sug­ges­tion ist keine Wun­der­macht. Gegen die Natur­wun­der kön­nen keine Argu­mente bei­ge­bracht wer­den, solange man die Texte, die davon berich­ten, ernst­nimmt. Con­tra facta non valent argu­menta – Es las­sen sich gegen Tat­sa­chen keine Gründe vor­brin­gen. Tat­sa­chen muß man hin­neh­men, denn Tat­sa­chen sind, wie Lenin ein­mal sagte, „hart­nä­ckige Dinge“. Aber diese Moder­nis­ten kon­stru­ie­ren sich von vorn­her­ein ein Bild von Jesus ohne seine Wun­der­tä­tig­keit. Wenn er ein Mensch wie alle ande­ren ist, dann kann er auch keine Wun­der gewirkt haben. Aber das ist er gerade nicht. Es ist eben in die­sem Naza­re­ner ein­mal und ein ein­zi­ges Mal die Welt Got­tes in die Welt der Men­schen ein­ge­bro­chen, und des­we­gen gibt es diese Wun­der­ta­ten. Man kann sie des­we­gen auch nicht ver­glei­chen mit den angeb­li­chen Wun­der­ta­ten, die von anti­ken Heroen, von Apol­lo­nius von Tyana, von Kai­ser Ves­pa­sian usw. berich­tet wer­den. Denn das sind Legen­den. Das sind erfun­dene Geschich­ten. Für diese angeb­li­chen Wun­der­ta­ten ist nie­mand in den Tod gegan­gen – wie die Apos­tel. Also der Ver­such, durch reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Ver­glei­che die Wun­der­ta­ten Jesu zu ent­wer­ten, wie es mei­net­we­gen Wein­reich und Fie­big tun, die­ser Ver­such ist rest­los zum Schei­tern ver­ur­teilt.

Man sucht eine andere Aus­flucht. Man sagt: Ja, die Evan­ge­lien wur­den all­mäh­lich durch Wun­der­ta­ten Jesu ange­rei­chert. Zunächst sind wenige dage­we­sen, dann hat man immer mehr erfun­den und diese Wun­der­ta­ten Jesus zuge­schrie­ben. Aus die­sem Wachs­tum der Über­lie­fe­rung erkennt man ihre Unge­schicht­lich­keit. Meine lie­ben Chris­ten, das älteste Evan­ge­lium ist jenes des Mar­kus. Das jüngste ist das Evan­ge­lium des Johan­nes. Das älteste Evan­ge­lium, näm­lich das des Mar­kus, berich­tet viel mehr Wun­der­ta­ten als das Evan­ge­lium des Johan­nes. Also nicht eine Zunahme, son­dern, wenn man will, eine Abnahme von Wun­der­ta­ten ist in den Evan­ge­lien zu kon­sta­tie­ren. Das Mar­ku­sevan­ge­lium ist das Evan­ge­lium der Wun­der­ta­ten Jesu.

Die ganze Auf­ma­chung der Evan­ge­lien spricht für die Echt­heit. Da wird nicht geprahlt, und da fehlt jede Selbst­ver­herr­li­chung. Da wird keine phan­ta­sie­volle Aus­schmü­ckung vor­ge­nom­men und keine legen­den­hafte Stei­ge­rung. Nein, schlicht und ein­fach wer­den die Fak­ten hin­ge­setzt. Und viele ein­zelne Züge tra­gen den Cha­rak­ter der Echt­heit. Es wer­den die Namen genannt. Der Blinde von Jeri­cho hieß Bar­ti­mäus; der Syn­ago­gen­vor­ste­her, des­sen Töch­ter­lein Jesus vom Tode zurück­ge­ru­fen hat, hieß Jai­rus; der Mann, den er vom Tode erweckt hatte, hieß Laza­rus. Ja, das sind doch his­to­ri­sche Namen! Man konnte sie nach­prü­fen, man konnte Fami­li­en­for­schung betrei­ben, und da würde man auf diese Namen sto­ßen und fest­stel­len, ob sich diese Ereig­nisse zuge­tra­gen haben oder nicht. So weit sind die Evan­ge­lien von den Ursprün­gen nicht ent­fernt.

Auch die Quel­len, die außer­halb der Evan­ge­lien ste­hen, berich­ten uns von der Wun­der­tä­tig­keit Jesu. Ich erwähne die Pre­dig­ten des Petrus. Sie sind älter als die Auf­zeich­nung der Evan­ge­lien. Petrus beweist die Mes­sia­ni­tät Jesu nicht mit der Wahr­heit sei­ner Lehre, son­dern er beweist sie mit sei­nen Macht- und Wun­der­ta­ten. „Ihr Män­ner aus Israel, hört diese Worte! Jesus, der Naza­re­ner, einen Mann von sei­ten Got­tes bei euch beglau­bigt durch Mach­ter­weise, Wun­der und Zei­chen, die Gott durch ihn unter euch wirkte, wie ihr selbst wißt, den habt ihr aus­ge­lie­fert.“ An einer ande­ren Stelle wie­der die­selbe Argu­men­ta­ti­ons­weise: „Die­ser ist aller Herr. Ihr wißt, wel­ches Ereig­nis sich zuge­tra­gen hat im gan­zen Juden­land, ange­fan­gen von Gali­läa nach der Taufe, die Johan­nes pre­digte, wie Gott ihn, Jesus von Naza­reth, salbte mit Hei­li­gem Geiste und Kraft, wie er umher­zog, Wohl­ta­ten spen­dete und alle vom Teu­fel Über­wäl­tig­ten heilte.“

Auch andere Quel­len bezeu­gen die Wun­der­tä­tig­keit Jesu, auch jüdi­sche Quel­len. Der Tal­mud bestrei­tet nicht, daß Jesus Wun­der­ta­ten gewirkt hat, aber sagt: Er wirkte sie durch Zau­be­rei. Auch Fla­vius Jose­phus hat ein kla­res Zeug­nis für die Wun­der­tä­tig­keit Jesu. In der ers­ten Hälfte des 3. Jahr­hun­derts lebte in Afrika der Bischof Qua­dra­tus. Er bezeugt aus die­ser Zeit, daß die Erin­ne­rung an Jesu Mach­ter­weise durch­aus noch bei den Zeit­ge­nos­sen, die es von ihren Vor­fah­ren erzählt bekom­men hat­ten, leben­dig war. Ja sogar Cel­sus, der grim­mige Feind des Chris­ten­tums, räumt die Wun­der Jesu ein. Nur erklärt er sie durch den Ein­fluß von Dämo­nen.

Meine lie­ben Freunde, wir haben kei­nen Anlaß, auch nur eines der Wun­der Jesu als unhis­to­risch zu bezeich­nen, auch nur eines aus dem Evan­ge­lium zu strei­chen. Nach dem rei­chen Fisch­fang fiel Petrus vor Jesus auf die Knie und sagte: „Herr, geh weg von mir, ich bin ein sün­di­ger Mensch!“ Er wollte damit sei­nen Klein­glau­ben beken­nen. Aber Petrus hat zum Glau­ben gefun­den. Nach der wun­der­ba­ren Brot­ver­meh­rung sprach der­selbe Petrus zu Jesus: „Wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Hei­lige Got­tes bist.“

Amen.

Mit freundlicher Genehmigung „Professor Georg May - Die Wun­der­ta­ten Jesu - www.Glaubenswahrheit.org“