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Papst Benedikt XVI., geboren am 16. April 1927 in Marktl, war ein deutscher Papst bis zum 28.02.2013, er hat auch nach seinem Rücktritt den Titel "seine Heiligkeit" behalten.

Stationen im Leben Benedikt XVI

 


Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind.

«So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat»

„Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht. Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen“ (Phil 2,5-9)... Der außerordentlich gehaltvolle Text spielt eindeutig auf den Fall Adams an. Jesus Christus betritt den Weg, auf dem Adam gegangen ist. Im Gegensatz zu Adam ist er wirklich „wie Gott“ (vgl. Gen 3,5). Aber wie Gott zu sein, Gott gleich zu sein, das bedeutet „Sohn zu sein“, also reine Beziehung: „Der Sohn kann nichts von sich aus tun“ (Joh 5,19). Deshalb hält er, der wirklich Gott gleich ist, nicht krampfhaft an seiner Unabhängigkeit fest, an der Uneingeschränktheit seiner Macht und seines Wollens. Weil er den Weg in umgekehrter Richtung geht, wird er der völlig Abhängige, der Diener. Weil er nicht den Weg der Macht geht, sondern den Weg der Liebe, kann er bis zur Sünde des Adam hinabsteigen, bis zum Tod, und da die Wahrheit aufrichten, das Leben schenken.

So wird Christus zum neuen Adam, durch den das menschliche Leben einen Neuanfang erfährt... Das Kreuz, der Ort seines Gehorsams, wird so zum wahren Lebensbaum. Christus wird zum Gegenbild der Schlange, wie Johannes in seinem Evangelium schreibt. Von diesem Baum ergeht nicht das Wort der Versuchung, sondern das Wort der rettenden Liebe, des Gehorsams, durch das Gott selbst Gehorsam angenommen hat und uns so seinen Gehorsam als Betätigungsfeld der Freiheit anbietet. In seiner Passion hat Christus sozusagen das lodernde Flammenschwert von uns abgewendet (Gen 3,24), er ist durchs Feuer gegangen und hat das Kreuz als wahre tragende Achse der Welt aufgerichtet. Deshalb ist die Eucharistie, als Vergegenwärtigung des Kreuzes, der Baum des Lebens, der immer in unserer Mitte bleibt und uns einlädt, die Früchte des wahren Lebens zu empfangen.

Kommentar zum Evangelium Joseph Kard. Ratzinger [Papst Benedikt XVI.] Fastenpredigt 1981

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